Österreich ist auf mehr Digitalisierung nicht vorbereitet

Sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich hat die Digitalisierung bereits seit Jahren Einzug gehalten. Doch die neuesten technologischen Entwicklungen – von der Produktion hin zur Dienstleistung – stellen immer höhere Anforderungen an die digitale Infrastruktur und das Bildungswesen in Österreich. Genau hier mangelt es jedoch in Sachen Fortschritt noch erheblich.

Tatsächlich liegt Österreich bei der Digitalisierung lediglich im Mittelfeld. Von 29 untersuchten Ländern befindet sich Österreich einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) im Auftrag des Telekomdienstleisters A1 Telekom auf Rang 13. Österreich hat entsprechend in  einigen Fällen einen erheblichen Nachholbedarf, auch, um zu verhindern, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen bei zunehmender Digitalisierung auf der Strecke bleiben.  Zumal die Digitalisierung ein mittlerweile „unabdingbarer Bestandteil leistungsfähiger Wirtschaftssystem“ ist.

So gibt es beispielsweise bei Arbeitskräften mit mittlerer Qualifikation bisher noch keine „Polarisierung der Beschäftigung zu Lasten der Arbeitskräfte“, heißt es in der Studie. „Weiter unter Druck geraten dagegen manuelle Routine-Tätigkeiten (Tertiärisierung). Diese werden vorwiegend von formal gering qualifizierten Arbeitskräften geleistet, für die in der Folge ein weiterer Rückgang der Beschäftigung zu erwarten ist.“ Hier ist eine Überarbeitung des Bildungssystems unumgänglich. „Unabhängig davon, ob man das Übergewicht bei den Chancen oder Risiken des Wandels sieht, können sich keine Region und kein Land den damit verbundenen Herausforderungen entziehen.“

Mindestens genauso wichtig für Österreich ist zudem der weitläufige Ausbau der Netze für eine schnellere Breitbandkommunikation. „Im internationalen Vergleich liegt Österreich bei den Investitionen des Sektors je Einwohner aber zurück“, so die Autoren der Studie. Zusätzliche Investitionen im Umfang von einer Milliarde Euro ergaben Effekte von bis zu 1,2 Milliarden Euro an verbundener Wertschöpfung und eine Auslastung für 14.700 Beschäftigte. „Die Effekte sind im Rahmen realistischer Investitionssummen skalierbar.“

 

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *