Konzentration im weltweiten Devisenhandel nimmt zu

Der globale Devisenhandel konzentriert sich immer stärker auf die weltgrößten Finanzzentren. Rund 77 Prozent aller Fremdwährungsgeschäfte fanden im April an Handelsplätzen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur sowie Hongkong statt, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Donnerstag mitteilte.

Vor drei Jahren waren es 75 Prozent und vor sechs Jahren 71 Prozent. Dominierende Währung im Devisenhandel blieb mit klarem Abstand der Dollar: Bei 88 Prozent aller Geschäfte war im April die US-Währung beteiligt. Zwar büßte der Euro seit Beginn der Staatsschuldenkrise in Europa Marktanteile ein. Mit einem Anteil von 31 Prozent behauptete er aber seinen zweiten Platz im Handel.

Der Devisenhandel ist mit Abstand das größte Segment der internationalen Finanzmärkte. Im April wurden laut BIZ-Daten täglich im Schnitt Fremdwährungen im Wert von 5,1 Billionen Dollar gehandelt. Die BIZ sammelt seit 1986 alle drei Jahre Daten zum globalen Devisenmarkt ein. An der Erhebung nahmen diesmal Zentralbanken und Währungsbehörden aus 52 Ländern teil.

Den Daten zufolge haben Währungen von Schwellenländern in den vergangenen drei Jahren an Attraktivität gewonnen. Besonders deutlich wird dies an der Währung Chinas. Im April war der Yuan mit einem auf vier Prozent verdoppelten Marktanteil bereits die achtwichtigste Währung im Devisenhandel. Inzwischen hat der Yuan den mexikanischen Peso als meistgehandelte Devise der Schwellenländer abgelöst. Den Marktanteilsgewinn verdankt der Yuan vor allem der Zunahme von Geschäften gegen den Dollar.

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