Zwei iranische Banken wollen in München Filialen eröffnen

Die iranische Zentralbank teilte am Sonntagabend während eines Besuchs der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) in Teheran mit, die Middle East Bank und die Sina Bank würden Zweigstellen in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnen.

Der Generaldirektor der Middle East Bank, Parwis Aghili, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Filiale solle bis Ende des Jahres eröffnet werden.

Der Vizepräsident der Zentralbank, Akbar Komeidschani, erklärte, die Zentralbank arbeite daran, die Bank-Beziehungen mit anderen Ländern auszubauen. Der Iran unterliegt auch nach Aufhebung der wegen des Atomstreits verhängten Finanz- und Handelssanktionen im Januar noch immer verschiedenen US-Sanktionen wegen seines Raketenprogramms und der Menschenrechtspolitik. Die fortbestehenden Finanzsanktionen behindern die Normalisierung der Handelsbeziehungen mit Europa sowie den Ölexport.

Viele europäische Banken meiden die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit den iranischen Geldinstituten aus Angst, sonst unter die US-Sanktionen zu fallen. Nur kleinere Banken ohne Verbindungen in die USA arbeiten bisher mit dem Iran zusammen. Deutschland war vor der Verschärfung der Atomsanktionen 2012 eine der wichtigsten Handelspartner der Islamischen Republik. Derzeit befindet sich eine deutsche Handelsdelegation unter Leitung von Bayerns Wirtschaftsministerin Aigners in Teheran.

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