Luftfahrtbranche fordert stärkere Regulierung von Drohnen

Vertreter der europäischen Luftfahrt plädieren wegen Sicherheitsbedenken für eine stärkere Regulierung von Drohnen. Die ferngesteuerten Flugobjekte müssten zentral registriert werden, heißt es in einer am Montag vorgelegten gemeinsamen Erklärung von Verbänden der Fluggesellschaften, Piloten und Flughäfen.

Ferner sollten die Nutzer an den Drohnen ausgebildet werden. Auch müsse es technische Leistungseinschränkungen geben, damit die Geräte nicht zu hoch, zu weit oder in gesperrte Gebiete nahe Airports fliegen. „Drohnen sind eine so reizvolle Technologie, dass viele Nutzer versucht sind, sie bis zum Limit einzusetzen – und sogar darüber hinaus“, sagte der Präsident des europäischen Pilotenverbands ECA, Dirk Polloczek.

Die USA haben jüngst Auflagen für zivile Drohnen verhängt. In Europa fordert die Luftfahrtbranche die zuständigen Behörden nun auf, harmonisierte Flugregeln auszuarbeiten. Denn zuletzt hatte es vermehrt Beinahe-Unfälle zwischen Drohnen und Flugzeugen gegeben. „Der bemannte Luftverkehr ist vor dem unbemannten zu schützen“, mahnte der Hauptgeschäftsführer des deutschen Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel. Die Airports sehen zugleich großes Potenzial im Nutzen ziviler Drohnen. „Beispielsweise könnte durch den Einsatz von Drohnen die Flughafeninfrastruktur regelmäßig überwacht werden.“

Die ferngesteuerten Flugobjekte sind nicht nur bei Hobbynutzern im Einsatz, sondern auch in der Landwirtschaft, beim Film, bei Paketversendern oder bei der Kontrolle etwa von Kraftwerken.

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