Lufthansa und Air China besiegeln Kooperation

Die Lufthansa und Air China arbeiten künftig bei Flügen eng zusammen. Dafür haben beide Fluggesellschaften ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, teilten Lufthansa und Air China am Dienstag in Peking mit.

Das Geschäft solle im Sommer 2017 starten und auch die Lufthansa-Töchter Austrian Airlines und Swiss umfassen. Die Verhandlungen für den Flugpakt hatten sich zwei Jahre lang hingezogen. Bei Gemeinschaftsunternehmen in der Branche teilen sich die Fluglinien auf bestimmten Strecken Verbindungen und Umsätze. Das hat den Vorteil, dass die Airlines mehr Flüge anbieten können und damit insbesondere zahlungskräftige Geschäftskunden ansprechen.

Im streng reglementierten internationalen Luftverkehr gilt ein Gemeinschaftsunternehmen zweier Netz-Gesellschaften unterschiedlicher Nationen als die engste mögliche Kooperationsform. Beide Unternehmen kennen sich aus dem Bündnis «Star Alliance» bereits seit neun Jahren und sind zudem seit 1989 über ein Joint Venture zur Flugzeugwartung (Ameco) in Peking verbunden. Seit 2000 betreiben sie Code-Sharing.

Europas größte Luftverkehrsgesellschaft hat sich bereits mit vier in ihrer Heimat starken Airlines verbunden. Nach Nordamerika bestehen Partnerschaften mit United und Air Canada schon seit 1998, sie sind zu einem Erfolgsmodell geworden. Danach kamen 2012 die japanische All Nippon Airways (ANA) und im vergangenen Jahr Singapore Airlines dazu. Nach Schätzungen wird die Lufthansa nach dem Air-China-Abschluss etwa die Hälfte ihrer Ferntickets über die Gemeinschaftsunternehmen vermarkten. Weitere Kooperationen sind geplant.

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