Verbraucherschützer mahnen Banken wegen teurer Basiskonten ab

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wirft mehreren Banken vor, zu hohe Gebühren für ihr Basiskonto zu verlangen. Sechs Institute seien deshalb abgemahnt worden, teilte der Verband am Dienstag mit.

Der Verband mahnte fünf Banken und eine Sparkasse ab (Foto: Flickr/<a href="http://axRebate.org.uk" target="_blank" rel="nofollow">Images Money</a>/CC by 2.0)

Der Verband mahnte fünf Banken und eine Sparkasse ab (Foto: Flickr/Images Money/CC by 2.0)

In einigen Fällen müssten Inhaber von Basiskonten mehr zahlen als Kunden mit vergleichbaren Konten. In anderen Fällen müssten Kunden auch dann einen hohen Grundpreis zahlen, wenn sie ihr Basiskonto nur online führen.

Seit dem 19. Juni haben alle Menschen in Deutschland das Recht auf ein Konto mit grundlegenden Funktionen. Alle Banken sind seitdem verpflichtet, sogenannte Basiskonten anzubieten. Sie dürfen dafür laut Gesetz „nur angemessene Entgelte“ verlangen.

„Basiskonten sollten vor allem Verbrauchern, die wenig Geld haben, den Zugang zu bargeldlosem Zahlungsverkehr ermöglichen“, erklärte vzbv-Finanzexpertin Christina Buchmüller. „Dieser Zweck wird unterlaufen, wenn Verbraucher gerade für Basiskonten mehr zahlen müssen als andere Kunden für vergleichbare Konten.“

Der Verband mahnte fünf Banken und eine Sparkasse ab: die Deutsche Bank, die Postbank, die Targobank, die Sparkasse Holstein, die Volksbank Karlsruhe und die BBBank. Sie wurden demnach aufgefordert, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Wenn die Geldinstitute dies nicht tun, wird der vzbv sie möglicherweise verklagen.

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