OECD senkt Prognose für deutsche Wirtschaft

Die OECD blickt für das nächste Jahr etwas skeptischer auf die Konjunktur in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt werde nur um 1,3 Prozent zulegen und nicht wie zuletzt erwartet um 1,5 Prozent.

Für das laufende Jahr erhöhte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Prognose von 1,7 auf 1,9 Prozent. Bereinigt um die unterschiedliche Zahl von Arbeitstagen entspreche dies einem Plus von 1,8 Prozent in diesem und 1,5 Prozent im nächsten Jahr.

Die Experten sagen der globalen Konjunktur in beiden Jahren jeweils nur ein Anziehen um rund drei Prozent voraus. „Die Weltwirtschaft bleibt insgesamt in einer Falle niedrigen Wachstums.“ Die Prognose für die USA 2016 wurde spürbar auf 1,4 (zuvor 1,8) Prozent gesenkt. Der britischen Wirtschaft traut die OECD im nächsten Jahr nur noch ein Plus von einem Prozent zu. Vor dem Anti-EU-Referendum im Juni hatten die Ökonomen noch mit einem doppelt so hohen Wachstum gerechnet.

Die niedrigen und oft schon negativen Zinsen sorgen laut OECD an den Finanzmärkten für Verzerrungen und für steigende Risiken. Die Experten appellierten an die Politik, mit Strukturreformen und einer veränderten Ausgaben- und Steuerpolitik für mehr Wachstum zu sorgen. Schwerpunkte könnte etwa mehr Geld für Infrastruktur, Arbeitsmarktprogramme, Bildung und Forschung sein.

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