Lufthansa und Windradhersteller kooperieren für Drohnen-Einsätze

Die Lufthansa-Tochter Aerial Services arbeitet mit dem Hamburger Windradhersteller Nordex daran, Drohnen zur Inspektion von Windparks einzusetzen. Dazu hätten die Unternehmen eine strategische Partnerschaft geschlossen, teilte die Lufthansa am Freitag mit.

Demnach geht es unter anderem darum, mit den ferngesteuerten Fluggeräten Rotorblätter von Windrädern aus der Nähe auf mögliche Schäden zu prüfen.

Rotorblätter müssten ähnlich wie Flugzeugflügel regelmäßig inspiziert werden, weil sie starker Witterung und großen Fliehkräften ausgesetzt sind, erläuterte die Lufthansa. Die hochauflösenden Fotos aus der Drohnenkamera ermöglichten es, Abnutzungserscheinungen wie Risse und Abrieb im Detail zu vermessen und zu dokumentieren. Das helfe dem Betreiber zu entscheiden, wann ein Windrad gewartet werden muss.

Lufthansa Aerial Service bietet den Angaben zufolge die Inspektion, Vermessung und Überwachung von Industrieanlagen per Drohne an. Es handele sich um ein „neues Geschäftsfeld“ der Lufthansa, erklärte der Konzern.  „Das Marktpotenzial für kommerzielle Drohneneinsätze im Windenergiesektor wächst rapide. Dank des Zusammenschlusses mit unserem starken Partner Nordex können wir innovative Lösungen entwickeln, die die Bedürfnisse der Windbranche bestmöglich erfüllen. Neben der Nahinspektion von Rotorblättern ist auch die Fortschrittskontrolle beim Bau von neuen Windparks ein Anwendungsfeld“, erklärt Dr. Andreas Jahnke, Geschäftsführer der Lufthansa Consulting.

Die Nordex-Gruppe errichtet und wartet Windparks und ist den Angaben zufolge  in mehr als 25 Ländern aktiv. Im April schloss sich Nordex mit dem spanischen Konkurrenten Acciona zusammen.

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