Studie: Kommunen geben weniger für Schulbau aus als vor 20 Jahren

In Deutschland wird offenbar viel zu wenig in den Bau und die Modernisierung von Schulen investiert. Verglichen mit den 1990er-Jahren wurden die dafür bereitgestellten Mittel erheblich reduziert. Große Unterschiede gibt es auch zwischen den Bundesländern.

Die Kommunen haben in Bau und Modernisierung von Schulen einer KfW-Studie zufolge rund 34 Milliarden Euro zu wenig investiert, berichtet Reuters. Dieser Investitionsrückstand erschwere Bildungserfolge in Deutschland erheblich, sagte der Chefvolkswirt der KfW-Bank, Jörg Zeuner, am Samstag. Im vergangenen Jahr seien rund 25 Prozent der kommunalen Bauausgaben in Schulgebäude geflossen, vor 20 Jahren seien es 45 Prozent gewesen. 1995 wurden umgerechnet noch 4,2 Milliarden Euro investiert, 2015 nur noch 2,9 Milliarden.

Dabei schwankten die Ausgaben zwischen den Bundesländern erheblich. Waren es in Bayern im Schnitt der Jahre 2011 bis 2014 beispielsweise 547 Euro pro Schüler, investierten die Kommunen in Nordrhein-Westfalen nur 72 Euro. „Deutschland investiert im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich in sein Bildungssystem“, kritisierte Zeuner.

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