Draghi: Nullzinspolitik schafft Arbeitsplätze

EZB-Chef Mario Draghi hat vor dem Europa-Ausschuss des Bundestages für seine in Deutschland umstrittene Nullzinspolitik geworben. Die EZB habe mit ihren Maßnahmen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und einer besser laufenden Wirtschaft beigetragen, sagte der Notenbankchef.

In Deutschland komme dies beispielsweise dem Exportgeschäft zugute. Von einer Erholung der Wirtschaft profitierten wiederum die Sparer. „Es liegt also in unser aller Interesse, auch dem der deutschen Sparer, ein möglichst starkes nachhaltiges Wachstum in Deutschland und im Euroraum zu erzielen“, sagte Draghi.

Für einen künftigen Anstieg der langfristigen Zinsen seien allerdings mehr Investitionen und Strukturreformen erforderlich – zur Steigerung von Wachstum und Produktivität. Zunächst müssten die Maßnahmen der EZB jedoch ihre volle Wirkung entfalten können. „Und dazu müssen andere Politikbereiche sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene wesentlich entschlossener beitragen“, sagte Draghi vor den Parlamentariern.

Zusätzlich zu den niedrigen Zinsen kauft die EZB seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen der Euro-Länder, um für mehr Wachstum und Inflation zu sorgen. Zugleich hat sie damit dazu beigetragen, dass sich hoch verschuldete Länder wie Italien, Spanien und Portugal günstig mit frischem Geld eindecken können.

 

Kommentare

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  1. Dirk sagt:

    Recht hat er. Ansonsten würden ja auch überall die Lichter ausgehen.
    Die Zeche zahlen u.a. die Sparer, egal ob Sparkonto, Rente oder andere Anlageformen.

  2. Josef Schreiber sagt:

    Der Goldmann &Sachs-Experte weiß genau, dass die Weltwirtschaft durch „Easy Money“ nicht gesundet. Er verabreicht das Gift, um die nächste Katastrophe zu programmieren. Die gewünschte Hyperinflation, um die Weltschuldenlast der bankrotten Weltwirtschaft in Luft aufzulösen!.