Schweiz zieht weniger ausländische Gäste an

Die Schweizer Hotellerie muss sich im August mit einem Rückgang der Logiernächte abfinden. Diese sanken gegenüber dem Vorjahresmonat um 43.000 auf 4,1 Millionen. Ausschlaggebend waren hier vor allem die ausländischen Gäste.

Während die Logiernächte der Schweizer innerhalb ihres Landes um 1,5 Prozent zunahmen, gingen diese bei den ausländischen Gästen zurück (-2,8 Prozent). Der größte Rückgang war auf die sinkende Zahl asiatischer Hotelgäste zurückzuführen. Hier sanken die Logiernächte um 90.000, was einem Minus von 11 Prozent entspricht. Und hier betraf es vor allem die chinesischen Urlauber. Den zweithöchsten Rückgang verzeichneten die Golfstaaten. Insgesamt acht der vierzehn Tourismusregionen wiesen geringere Logiernächte auf als noch im Jahr zuvor: „Die Zürich Region verzeichnete mit einem Minus von 37.000 Logiernächten (-6,2 Prozent) den deutlichsten absoluten Rückgang. Die Region Luzern/Vierwaldstättersee registrierte eine Abnahme um 19.000 Logiernächte (-4,3 Prozent) und Genf ein Minus von 11.000 Einheiten (-3,7 Prozent).“

Die schlechten Zahlen im August markieren einen Trend in der Schweizer Tourismusbranche. Zwischen Januar und August sind die Logiernächte insgesamt um 259.000 zurückgegangen. Auch hier zeigt sich, dass die Zahl der Schweizer Touristen insgesamt zugenommen hat, während die ausländischen Gäste deutlich weniger Nächte in der Schweiz verbracht haben.

Die Nettozimmerauslastung lag in den ersten acht Monaten durchschnittlich bei 52,4 Prozent. Im ganzen vergangenen Jahr wurde eine Nettozimmerauslastung von 51,5 Prozent erreicht. Angesichts der noch kommenden Monate, die gemeinhin schlechter ausfallen, ist davon auszugehen, dass die Nettozimmerauslastung in diesem Jahr unter der von 2015 liegen wird.

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