Österreichs Unternehmen expandieren vermehrt ins Ausland

2014 ist die Zahl der Tochterunternehmen im Ausland, die einen österreichischen Mutterkonzern besitzen, um 5,5 Prozent auf 350 angestiegen. Mittlerweile gibt es mehr als 6.400 österreichische Tochterunternehmen im Ausland. Mehr als 1,1 Millionen Menschen sind in diesen beschäftigt – 2,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Beliebte Länder für die Positionierung von Tochterfirmen sind Deutschland (14 Prozent), Tschechien, Ungarn und Rumänien. „Etwa ein Drittel sowohl der Auslandseinheiten als auch der Auslandsbeschäftigten österreichischer Unternehmen befanden sich 2014 in Nicht-EU-Ländern, hier vor allem in Russland, der Ukraine und den USA“, so die nationale Statistikbehörde. Knapp ein Viertel der österreichischen Auslandstöchter sind mittlerweile in der Schweiz ansässig. Letzteres geht auf die in der Schweiz ansässigen Töchter „großer internationaler Rohstoff-, Erdöl- und Erdgas(handels)konzerne, die über Regionalzentralen in Österreich verwaltet werden“, zurück.

Einen Zuwachs gab es aber auch bei den in Österreich ansässigen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne (+2,1 Prozent). Hierbei zeigt sich die weiterhin enge wirtschaftliche Verknüpfung Österreichs mit Deutschland. Etwa 40 Prozent der in Österreich sitzenden Tochterfirmen gehören zu einem deutschen Unternehmen. Der Rest entfällt in großen Teilen auf andere europäische Konzernmütter und außereuropäische Unternehmen. Wobei insgesamt 74 Prozent dieser Tochterfirmen eine Konzernmutter in Europa besitzen.

Vor allem österreichische Unternehmen aus den Bereichen der Herstellung von Waren, dem Handel sowie der Finanz- und Versicherungsbranche verfügen über Töchter im Ausland. Die Auslandsunternehmen, die Tochterfirmen in Österreich besitzen kommen ebenfalls überwiegend aus der Herstellung von Waren (1.024) und dem Handel (4.155). Tatsächlich finden sich in Österreich aber auch 1.179 Unternehmen, die freiberufliche/technische Dienstleistungen anbieten und einen Mutterkonzern im Ausland haben.

 

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