Berliner Spezialchemiekonzern Atotech geht an Finanzinvestor

Das Berliner Spezialchemie-Unternehmen Atotech gehört künftig dem US-Finanzinvestor Carlyle. Der französische Ölkonzern Total gab den Amerikanern für 3,2 Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro) den Zuschlag

Die Trennung von Atotech ist Teil eines Programms, mit dem Total durch Unternehmensverkäufe bis Ende kommenden Jahres rund zehn Milliarden Dollar erlösen will. Atotech ist die letzte verbliebene Spezialchemie-Tochter von Total. Carlyle-Manager Gregor Boehm sagte, Atotech sei auf Wachstum und auf Innovation ausgerichtet. Das Unternehmen habe viel Potenzial.

Im Rennen um den Spezialisten für Oberflächenveredlung und Anlagen für die Chip- und Leiterplattenindustrie waren neben einer ganzen Reihe von Finanzinvestoren auch der chinesische Chemieriese Sinochem. Organisiert hatte den Verkauf die Investmentbank Barclays. Carlyle finanziert die Übernahme aus zwei Fonds, aber vor allem mit Schulden. Fast zwei Drittel des Kaufpreises – mehr als bei Finanzinvestoren üblich – werden von sechs Banken als Kredit zur Verfügung gestellt.

Das Unternehmen mit 4000 Mitarbeitern hat seine Wurzeln in der Galvanotechnik-Sparte von Schering, die 1993 an die französische Elf Atochem verkauft worden war. Atotech setzt im Jahr rund eine Milliarde Euro um und erwartet für das laufende Jahr einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 250 Millionen Euro.

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