Google greift nach Schweizer Start-ups

Die Kooperation von Schweizer Start-ups und Google ist ein zweischneidiges Schwert: Die Unternehmen werden zwar stark gefördert, müssen aber ihre Ideen verraten.

Start-ups sind in Sachen Digitalisierung und Investitionen weiterhin sehr begehrt. Davon profitiert auch seit einigen Jahren die Schweiz als Standort. Zahlreiche erfolgsversprechende Start-ups finden sich in der Schweiz, ziehen ausländische Investoren an und schaffen neue Arbeitsplätze. Nun hat auch Google Wachstumschancen gewittert und Interesse am Schweizer Start-up-Markt gezeigt.

Zusammen mit dem Impact Hub Zürich will Google nun mit seinem internationalen Programm „Google für Entrepreneurs“ Zugang zu den nationalen Jungunternehmern erhalten. Gemeinsame Veranstaltungen, Workshops und Einladungen zum Investoren-Pitch in den USA sind Teil der Strategie. „Wir wollen Start-ups mit Expertenwissen und unserem globalen Netzwerk unter die Arme greifen, aber auch die Finanzierungssituationen in der Schweiz verbessern“, zitiert der startupticker.ch Patrick Warnking von Google. „Seed-Money findet man hierzulande relativ einfach, aber Finanzierungen für die Wachstumsphase sind nur schwer zu realisieren.“

Letztlich werden in den nächsten Jahren der „Austausch und Inkubation“ zwischen großen Unternehmen, KMU, Start-ups und Akademia sehr wichtig für den Schweizer Standort sein. Die Schweiz ist durchaus gewillt, in Sachen Forschung und Innovation weiter stark zu sein. Schließlich ist die Schweiz das achte Jahr in Folge im Global Competitiveness Ranking des World Economic Forums Nummer eins. „Sie verfügt über eines der fruchtbarsten Innovations-Ökosysteme der Welt und kombiniert ein sehr günstiges politisches Umfeld mit guter Infrastruktur, wissenschaftlicher Exzellenz sowie der unvergleichlichen Fähigkeit, die besten Talente und großen multinationalen Unternehmen zu gewinnen“, hieß es.

Insofern ist die Schweiz für Google mittlerweile ein sehr interessanter Markt geworden, der dem Unternehmen helfen kann, sich noch stärker auch in die europäische Start-up-Szene einzuarbeiten. Die Start-ups selbst profitieren entsprechend von den internationalen Kontakten des US-Konzerns und von dessen Infrastruktur. Der Preis ist ein verstärkter Einblick in ihre Ideen.

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