Behörde: Tesla soll nicht mehr mit Begriff Autopilot werben

Tesla darf die Fahrautomatik seiner Wagen nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums nicht mehr als „Autopilot“ vermarkten.

Aus Sicht des Bundesverkehrsministeriums, dem das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) untersteht, ist der Begriff irreführend. Es handle sich um ein Assistenzsystem. Demnach schrieb das KBA an Tesla: „Um Missverständnissen und falschen Kundenerwartungen vorzubeugen, fordern wir den irreführenden Begriff Autopilot bei der Bewerbung des Systems nicht mehr zu nutzen.“

Bereits in der vergangenen Woche hatte das KBA alle deutschen Tesla-Fahrer ermahnt, bei der Nutzung des Assistenz-Systems das Verkehrsgeschehen im Blick zu behalten. „Bei dem in Ihrem Fahrzeug verbauten sogenannten ‚Autopilot‘ handelt es sich um ein reines Fahrerassistenzsystem und nicht um ein hochautomatisiertes Fahrzeug, das ohne ständige Aufmerksamkeit des Fahrers betrieben werden kann“, hieß es in einem Brief an die Halter.

Teslas System kann – ähnlich wie Technik anderer Hersteller – unter anderem die Spur und den Abstand zum vorderen Fahrzeug halten. Der ‚Autopilot‘ war jedoch in die Schlagzeilen geraten, nachdem ein tödlicher Unfall in Florida bekannt wurde, bei dem im Mai ein Tesla mit eingeschaltetem System unter einen Lastwagen-Anhänger raste. In den USA kritisierte die Test-Organisation ‚Consumer Reports‘, der Name ‚Autopilot‘ gebe Fahrern ein falsches Gefühl der Sicherheit.

Tesla betont stets selbst, dass der ‚Autopilot‘ die Wagen nicht zu selbstfahrenden Fahrzeugen mache und die Fahrer immer den Überblick und die Hände am Steuer behalten müssten. Seit Monaten gibt es eine Debatte über die Sicherheit des Systems, nachdem zwei tödliche Unfälle mit dem Autopiloten in den USA und China bekannt wurden. Zahlreiche Hersteller setzen für die Zukunft auf das sogenannte autonome Fahren. Der Erfolg der neuen Technologie dürfte in erster Linie von ihrer Sicherheit abhängen.

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