Rückschlag für US-Immobilienmarkt im September

Der US-Immobilienmarkt hat im September einen deutlichen Dämpfer erhalten.

Die Zahl der Wohnbaubeginne sank um 9,0 Prozent auf eine Jahresrate von 1,05 Millionen, wie das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Dies ist das niedrigste Niveau seit anderthalb Jahren. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 1,18 Millionen gerechnet. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg hingegen um 6,3 Prozent auf 1,225 Millionen. Viola Julien von der Landesbank Helaba sieht den US-Immobilienmarkt trotz des Dämpfers noch in „robuster Verfassung“. Er profitiere von dem rekordniedrigen Zinsniveau und der guten Lage am US-Arbeitsmarkt.

Sorge bereitet allerdings auch die Verbraucherstimmung. Die Kauflaune der US-Konsumenten hat sich im Oktober überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel auf 87,9 Punkte nach 91,2 Zählern im September, wie die Universität Michigan am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit September 2015. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 91,9 Zähler gerechnet.

Ökonom Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba hält den privaten Verbrauch trotz der jüngsten Eintrübung der Verbraucherstimmung weiter für eine tragende Säule der US-Wirtschaft: „Ein zur Vollbeschäftigung tendierender Arbeitsmarkt, robuste Aktienmärkte und geringe Preissteigerungsraten sprechen gegen eine fortgesetzte Stimmungseintrübung.“ Der private Konsum ist für die Konjunkturentwicklung besonders wichtig, da er etwa 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in den USA ausmacht.

Kommentare

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  1. Hans von Atzigen sagt:

    Der letzte Abschnitt im Artikel hat es in sich.
    Wie auch immer die Zahl von 70% Konjunkturentwicklung basiert auf Privatkonsum,
    zustandekommt resp.nach welchen Kriterien sich das errechnet?
    Ob diese Zahl Realwirtschaftlichen Erhebungs-Kriterien in diesem Prozentsatz
    standhält entspricht, ist Fragwürdig.Selbst wenn dieser Wert zu hoch angesetzt ist,
    vermittelt das ein verheerendes Bild der US Volkswirtschaft.
    Auf dauer kann keine erheblich konsumlastige Volkswirtschaft existieren.
    Na ja konsumieren und aus der Geldschöpfung bezahlen, jeder einigermassen
    solide aufgestellt Ökonom weiss das kann auf dauer nie und nimmer funktionieren.
    Fazit:
    Die USA wirtschaften sich in den sicheren finalen Ruin.
    Müsste auch Logo sein mit den entsprechenden Volgewirkungen in denjenigen
    Volkswirtschaften, die den Konsumüberhang der USA real produzieren,erwirtschaften.
    Klartext auch diese Volkswirtschaften werden Ruiniert= Produktionskapazitäten müssen
    gestrichen werden, Restrukturierungen, Pleiten, mit den entsprechenden Auswirkungen, Volgewirkungen.
    Da haben uns allen so gewisse Ölonomen ein ,,Wunderei,, gelegt.
    Freundliche Grüsse

    • Gulliver auf Reisen sagt:

      Es ist eben eine Utopie aus dem Schlaraffenland, es gäbe ewiges Wachstum.
      Das gibt es nur im Märchen.
      Das Erwachen einiger aus dem Traume, im Märchenland zu leben wird recht unsanft sein.