Österreichs Mittelstand erholt sich nur langsam

Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen bremsen den Mittelstand in Sachen Investitionen weiter aus.

„Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Aussichten mit Unsicherheit behaftet“, sagt WKO-Vizepräsidentin und UEAPME-Präsidentin Ulrike Rabmer-Koller. Insbesondere die geopolitischen Unsicherheiten, die Flüchtlingskrise, die schwache Wachstumsentwicklung in China, die Sanktionen in Russland und das Votum in Großbritannien für einen Brexit hätten die Unsicherheit zuletzt erhöht.

Lediglich 30 Prozent der KMU in Österreich planen, in den kommenden 12 Monaten Neuinvestitionen. Etwa ein Drittel hingegen will gar nicht investieren. Bei den anderen Mittelständlern geht es nur um Ersatzinvestitionen.

Insgesamt hat sich die Lage der KMU jedoch etwas erholt, wie das KMU-Barometer zeigt. Wichtig sei deshalb eine staatliche Unterstützung der Mittelständler, fordert Rabmer-Koller. „Gerade KMU brauchen die Möglichkeiten, geplante Investitionen zu finanzieren.“ Insgesamt steht der Geschäftsklimaindex in Europa bei 75,5 Punkten und damit weiterhin über der 70-Punkte-Schwelle, die ein neutrales Geschäftsklima markiert.

Positiv wirkt sich derzeit vor allem die Binnenwirtschaft aus. Neben einer Erholung in der Bauwirtschaft ist beispielsweise in Österreich der Konsum in diesem Jahr das erste Mal seit drei Jahren wieder gewachsen. Die AHK Österreich rechnet mit einem Plus von 1,5 Prozent. Die Steuerreform und das Bevölkerungswachstum kommen dabei zum Tragen. Für 2017 rechnet die AHK mit einem Wachstum von 1,2 Prozent.

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