Deutsche Elektroexporte auf Höhenflug

In den ersten sechs Monaten konnten sich die deutschen Elektroexporteure über ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr freuen.

Das entspricht einem Plus von 117 Milliarden Euro. „Damit sind sie nach langer Zeit wieder stärker gewachsen als die Elektroimporte nach Deutschland“, sagte Andreas Gontermann von Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V (ZVEI).

Verantwortlich für das gute Ergebnis im ersten Halbjahr waren vor allem die starken Exportsteigerungen im August. Diese erzielten gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 12,2 Prozent (14,3 Milliarden Euro). Sowohl die Ausfuhren in die Industrieländer als auch in die Schwellenländer konnten Zuwächse verbuchen.

Während das Geschäft mit dem Euroraum um 9,3 Prozent zunahm, steigerten sich die Ausfuhren in die USA um 4,5 Prozent und in die Schwellenländer um 12,9 Prozent. Besonders auffallend waren die Exporte nach China. Diese nahmen um 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. „Zweistellige Wachstumsraten waren hier zuletzt eher selten geworden“, so Gontermann. Zweistellig war das Wachstum auch beim Exportgeschäft mit Ungarn (+23.2 %), der Türkei (25,2 %), Rumänien (27,3 %) und Brasilien (+44,1 %). Die Exporte nach Saudi-Arabien hingegen gingen um 35,4 Prozent zurück.

Mit einem Anteil von 14,0 Prozent an Verarbeitenden Gewerbe gehört die Elektroindustrie zu den vier größten Industriezweigen Deutschlands. Nur die Maschinenbaubranche ist noch größer. Insgesamt befindet sich Deutschland auf Rang fünf der größten Produzenten in der Elektroindustrie. Weltweit arbeiten 25 Millionen Beschäftigte in der Branche. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie geht davon aus, dass der Welt-Elektromarkt im Jahr 2015 um drei Prozent auf 3.611 Milliarden Euro gewachsen ist. „Für 2016 erwarten wir einen Anstieg von ebenfalls drei Prozent und für 2017 von vier Prozent“, sagte Gontermann. Der deutsche Markt für elektrotechnische und elektronische Erzeugnisse war im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 118 Milliarden Euro gewachsen.

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