Protektionismus bremst Welthandel

Länder schotten einer Studie zufolge zunehmend ihre Märkte ab und bremsen damit den globalen Warenaustausch.

„Die Macht des Welthandels schwindet“, sagte der Chefvolkswirt des Kreditversicherers Euler Hermes, Ludovic Subran, am Mittwoch. Der Welthandel werde im laufenden Jahr zwar vom Volumen her um gut zwei Prozent zulegen, im Wert schrumpfe er jedoch um knapp drei Prozent. Auch mittelfristig dürfte die Entwicklung schwächeln, wobei Deutschland hier vergleichsweise gut aufgestellt sei.

Die deutschen Exporteure gaben jüngst allerdings einen trüben Ausblick. Der Branchenverband BGA kappte seine Exportprognose für 2016 auf zwei Prozent und peilt im nächsten Jahr auch nur ein mageres Wachstum von 2,5 Prozent an.

Euler Hermes macht für den mauen Welthandel nicht nur geopolitische Spannungen verantwortlich, die das Vertrauen von Investoren dämpften. Es gebe auch viele Abschottungsmaßnahmen. „Beim Protektionismus-Bingo spielen zahlreiche Staaten fleißig mit“, sagte Ron van het Hof, der Euler-Hermes-Chef für den deutschsprachigen Raum.

„Über 1.800 Handelsbarrieren wurden zwischen 2014 und Mitte 2016 eingeführt – das sind mehr als 700 pro Jahr oder fast 60 pro Monat.“ Spitzenreiter sei Russland mit 202 protektionistischen Maßnahmen vor Indien, den USA, Brasilien und Indonesien. Es gebe etwa die Erhebung von Zöllen oder Antidumping Strafzöllen sowie die Einführung unterschiedlicher Normen und Richtlinien für bestimmte Waren. (

Kommentare

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  1. Tschick Tschaikowski sagt:

    Es geht noch viel einfacher mit den Erklärungen :
    Wenn ein Markt gesättigt ist, die Kunden den produzierten Tinnef nicht mehr brauchen oder nicht mehr wollen, ist Wachstum ein Wunschtraum. Dazu braucht es keinen Protektionismus von irgendeiner Seite.
    Deshalb bemühen sich ja die USA und Kanada krampfthaft ihre Abkommen unter Dach und Fach zu bringen. Dann können auch entgangene, virtuelle Gewinne eingeklasgt und damit realisiert werden. Die dortigen Schiedsgerichte werden es schon richten.
    Vattenfall ist das beste Beispiel. Klage in Amiland wegen Schließung von A-Kraftwerken auf 5 mrd $ .

    Ein schwedisches Unternehmen, nicht wahr Herr Bonnier. In meinen Augen Verbrecher.

  2. Hans von Atzigen sagt:

    Da muss man sich den doch die Augen reiben wenn man den Artikel liest.
    Logo nicht wegen dem Verfasser, sondern wegen der Experten deren Botschaft rüber gebracht wird. Ach je die Bösen Protektionisten.
    Waren hien und heer schieben was auch immer generiert an sich noch kein Wachstum.
    Das die Sache nicht mehr läuft hat einen ganz rationalen Grund. Immer mehr Volkswirtschaften können wegen zurückgehender Solvenz den Handel weder Halten
    geschweige denn Ausweiten. Die Globalisten haben offensichtlich einen Knopf in der Leitung, den ich hier in einem rationalen Vergleich kurz darlege.
    Wie eine Volkswirtschaft funktioniert wissen interessierte.Produzieren, Verkaufen,Kaufen,
    Infestieren usw. Kann eine Volkswirtschaft durch Aussenhandel seine Produktion ausweiten, logo dann kann die zulegen.
    Letztlich ist die Weltwirtschaft eben eine auf den Globus ausgeweitete Volkswirtschaft,
    die genau so funktioniert wie oben dargelegt, wollte diese Globalisierte Volkswirtschaft,
    zulegen, dann müsste diese Globalisierte Volkswirtschaft en Globo Exportieren.
    Logo oder nicht???
    Jetzt stellt sich eine lustige Frage, wohien denn auf den Mond, oder was?
    Mit welcher anderen Volkswirtschaft soll denn diese Globalvolkswirtschaft Handel treiben Zölle abbauen, Freihandelsferträge abschliessen die ganze Wunderpalette???
    Entschuldigung. Oberlachhaft, in dieser ganzen Globalisierungsthese klemmt es denn
    doch ganz gewaltig. Na ja die Meisten haben ja inzwischen geschnallt das die Erde
    keine Scheibe ist. Das das eine Kugel ist offenbar noch nicht, auf einer Kugel kann man sich endlos vortbewegen, Lacher, das dumme man kommt immer zurück an den Ausgangspunkt. Ist da ein Fehler in diesen Ausführungen???
    Nehme entsprechendes sehr gerne zur Kenntnis, zum voraus herzlichsten Dank.
    Noch so am Rande, die bösen Russen, fein säuberlich zusammengezählt, sagenhafte
    202 Einzelprotektionistische Massnahmen.Diese Erbsenzähler haben es offensichtlich noch nicht mitbekommen, gegen die laufen Sanktionen
    Wie Eingangs erwähnt nix gegen den Artikelverfasser.
    Die Zitierten Experten jedoch sind, Entschuldigung, schlicht und ergreifend,
    Halbgare ??? Na ja verzichte darauf dies in ein Wort zu fassen,auszudrücken,
    will ja niemanden Beleidigen.
    Freundliche Grüsse