Mögliche Einigung über Kaisers Tengelmann erzielt

Offenbar hat es in den Verhandlungen zur Übernahme der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann einen Durchbruch gegeben. Edeka und Rewe hätten sich demnach untereinander auf eine Aufteilung der Tengelmann-Filialen geeinigt.

Bei den Verhandlungen über die Zukunft der angeschlagenen Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann hat es Insidern zufolge einen Durchbruch gegeben. Das sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach gingen gehen Filialen in Berlin an Rewe, während Edeka Zugriff auf Filialen in Bayern erhalte, sagte einer der Insider. Weitere Einzelheiten, etwa zum Kaufpreis und Lastenverteilung, seien aber noch offen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel lud für den Nachmittag zu einem kurzfristig anberaumten Statement mit Verdi-Chef Frank Bsirske zum Thema Edeka/Kaiser‘s Tengelmann ein.

Altkanzler Gerhard Schröder vermittelte als Schlichter zwischen den Rivalen Rewe, Edeka und Tengelmann. Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub wollte Kaiser’s Tengelmann ursprünglich als Ganzes an den Branchenprimus Edeka veräußern. Vor mehr als zwei Jahren hatte er die Transaktion besiegelt, Rewe hatte das Nachsehen. Das Bundeskartellamt legte sein Veto gegen die Pläne ein, doch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel überstimmte die Wettbewerbshüter mit einer Sondererlaubnis.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf wiederum legte diese Ministererlaubnis nach Klagen von Norma, Markant und Rewe auf Eis. Der Discounter Norma und die Handelskooperation Markant haben ihre Beschwerden inzwischen zurückgezogen. Bei den jetzigen Verhandlungen über eine Aufteilung geht es um 15.000 Arbeitsplätze.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *