Wettbewerb der Billigflieger: Lufthansa will nach Frankfurt

Der Billigflieger Eurowings soll jetzt auch international von Frankfurt aus agieren können.

Die Lufthansa könnte dem Beispiel von Billigflieger Ryanair folgen und ihre eigene Low-Budget-Tochter Eurowings ebenfalls vom Flughafen Frankfurt aus starten lassen. „Wenn wir Eurowings nach Frankfurt bringen müssen, dann werden wir das tun“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Er beobachte ein mögliches Ryanair-Engagement in Frankfurt mit großem Interesse. Der irische Billigflug-Marktführer, der bisher vor allem deutsche Regionalflughäfen anfliegt, will Insidern zufolge wohl ab dem nächsten Sommer erstmals Flüge vom Airport Frankfurt aus anbieten. Der Flughafenbetreiber Fraport will damit seine Abhängigkeit vom Großkunden Lufthansa reduzieren, der 60 Prozent der Passagiere in Frankfurt stellt.

Spohr kündigte ebenfalls an, vor allem für Kurzstreckenflüge vermehrt gebrauchte Maschinen kaufen zu wollen, um Kosten zu reduzieren. Dank besserer Technik hätten Flugzeuge eine längere Lebenszeit und der Markt für Gebrauchtmaschinen sei derzeit gut, erläuterte der Lufthansa-Chef. „Dadurch können wir die Gesamtinvestitionen senken und über die nächsten Jahre stabilisieren. Und wir stellen sicher, dass nicht die gesamte Flotte zur gleichen Zeit die maximale Lebenszeit erreicht.“

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