Auto: Volvo konzentriert Produktion auf China

Volvo will seine Produktion mehr auf China ausweiten. Das Unternehmen will sich so auf Premiummarken konzentrieren.

Der schwedische Autobauer Volvo und sein chinesischer Mutterkonzern Geely wachsen immer stärker zusammen. Volvo kündigte am Mittwoch den Start einer gemeinsamen Produktion in einem neuen Werk im Osten Chinas an. Dort sollen noch in diesem Jahr Kleinwagen vom Band laufen, die in Schweden entwickelt wurden. In Volvo-Kreisen hieß es, China werde für das Unternehmen zum Drehkreuz von Fertigung und Export.

Das Werk in Taizhou ist die dritte Produktionsstätte der Schweden in der Volksrepublik. Dort hergestellte Autos exportieren sie bereits seit vergangenem Jahr. Ansonsten hat Volvo zwei Werke in Europa und baut ein weiteres im US-Bundesstaat South Carolina. Mit Geely kooperiert der Konzern bereits bei dem Bauteile-Einkauf und der Technologie-Entwicklung. Zudem helfen sich die Partner gegenseitig dabei, Fertigungskapazitäten auszubauen.

Die Zhejiang Geely Holding Group hatte Volvo vor sechs Jahren für 1,8 Milliarden Dollar von Ford übernommen. In der Branche sorgte das für Skepsis: Die Erfolgschancen einer Verbindung der Premiummarke aus Europa mit der chinesischen Einstiegsmarke wurden als nicht sehr hoch eingestuft. Für Volvo zahlt sie sich allerdings aus. Dank der Konzentration auf teurere Fahrzeuge rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr mit einem deutlichen Gewinnplus.

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