Schifffahrtskrise: Gewinn von Branchenprimus Maersk bricht ein

Die anhaltende Schifffahrtskrise hat Branchenprimus Moeller-Maersk einen Gewinneinbruch eingebrockt. Die weltgrößte Container-Reederei gab am Mittwoch einen Rückgang des Nettoergebnisses um 44 Prozent auf 438 Millionen Dollar bekannt.

Moeller-Maersk lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen. Die Container-Sparte Maersk Line fuhr sogar einen Verlust von mehr als 100 Millionen Dollar ein. Die Aktien des dänischen Traditionsunternehmens gaben mehr als acht Prozent nach.

Während die Ölsparte unter dem massiven Ölpreisverfall leidet, setzen eine Handelsflaute und eine Fusionswelle in der Branche den Container-Bereich unter Druck. Der Konzern will sich vom Energiegeschäft trennen und sich künftig auf den Kernbereich Transport und Logistik konzentrieren. Das berichtet Reuters.

Der neue Firmenchef Sören Skou sagte, nach der Insolvenz von Südkoreas führendem Seefracht-Anbieter Hanjin Shipping habe sich Maersk mehr Geschäfte gesichert als die Konkurrenten. Dadurch sei der Marktanteil gestiegen. Angesichts sinkender Frachtraten und massiver Überkapazitäten schließen sich immer mehr Reedereien zusammen, um der Krise zu trotzen. Erst zu Wochenbeginn hatten die drei führenden Reedereien in Japan – Kawasaki Kisen, Mitsui O.S.K. Lines und Nippon Yusen – ein Joint Venture angekündigt.

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