Cyber-Kriminalität: Mittelstand braucht mehr IT-Sicherheit

Im Zuge der Digitalisierung will die Wirtschaftskammer Österreich dem Mittelstand des Landes einen professionellen Berater in Sachen IT-Sicherheit zur Seite stellen.

Die Digitalisierung schreitet in allen Lebensbereichen rasch voran. Davon profitiert auch die Wirtschaft, etwa durch globale Absatzmärkte und Wachstumschancen, vereinfachte Arbeitsprozesse, zeitsparende elektronische Amtswege sowie flexibles und ortsunabhängiges Arbeiten. Doch mit dem Siegeszug der webbasierten Geschäftsanwendungen haben auch Cyber-Kriminelle ein wachsendes Betätigungsfeld gefunden. Sie setzen dabei gezielt auf die Gutgläubigkeit und Unerfahrenheit von Anwendern.

Eine große Mehrheit von 85 Prozent der im Auftrag der WKÖ befragten österreichischen Unternehmen steht der Digitalisierung positiv gegenüber. Als größte Herausforderung sehen sie allerdings die steigende Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen (53,9 Prozent) sowie die Gefährdung der Datensicherheit (53,0 Prozent).

In Bezug auf das Thema IT-Sicherheit fühlt sich die Hälfte zumindest ausreichend gut informiert (48,3 Prozent), weitere 42,1 Prozent wissen zumindest „ein wenig“ darüber Bescheid. Mehr als die Hälfte (53,2 Prozent) schätzt das Risiko, selbst Opfer eines cyberkriminellen Angriffs zu werden, als eher unwahrscheinlich ein. Unter den befragten EPU empfindet ein Drittel (32,2, Prozent) die Bedrohung sogar als sehr gering.

Ein knappes Drittel der befragten Unternehmen gab an, erst innerhalb der letzten sechs Monate Sicherheitsvorfälle erlebt zu haben. Bisher keinerlei Sicherheitsprobleme gab es nur bei einem Viertel (23,6 Prozent).

„IT-Sicherheit ist ein zentrales Element der Digitalisierung, das zeigen die Zahlen ganz deutlich. Wir sehen aber auch, dass gerade kleine Unternehmen bei diesem komplexen Thema besonders stark gefordert sind“, so Robert Bodenstein, Obmann der Bundessparte Information und Consulting in der WKÖ. „Oft fehlt ihnen die Zeit, aber auch das passende Informations- und Serviceangebot, damit sie sich bereits vorbeugend mit IT-Sicherheit befassen können. Dabei wollen wir sie mit unserer Kampagne ‚it-safe 2020’ unterstützen.“

Mit der neuen Kampagne der Aktion will die Wirtschaftskammer (WKÖ), mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), gezielt KMU und Ein-Personen-Unternehmen ansprechen und zeigen, dass IT-Sicherheit keine Frage von hohen Investitionen ist.

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