Uniper nach Eon-Abspaltung tief in den roten Zahlen

Der Kraftwerksbetreiber Uniper steckt nach der Abspaltung vom Energiekonzern Eon wie erwartet tief in den roten Zahlen.

In den ersten neun Monaten des Jahres steht ein Verlust von 4,2 Milliarden Euro in den Büchern, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Hauptgrund waren bereits zum Halbjahr vorgenommene Abschreibungen auf die Großkraftwerke. Im dritten Quartal erhöhte sich das Minus um rund 350 Millionen Euro, wofür Uniper vor allem Bewertungseffekte bei seinen Absicherungsgeschäften verantwortlich machte.

Operativ erzielte Uniper dagegen Zuwächse, so die dpa. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 54 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu. Grund dafür ist vor allem ein Sondergewinn aus neu verhandelten Lieferverträgen mit dem russischen Gasriesen Gazprom. Dagegen sackte der Gewinn in der Stromerzeugung wegen eines Preisverfalls heftig ab. Für das Gesamtjahr prognostiziert Uniper ein Ebitda zwischen 1,9 und 2,2 Milliarden Euro.

In Uniper hat Eon sein Geschäft mit Großkraftwerken sowie den Energiehandel abgespalten und im September unter dem Namen Uniper an die Börse gebracht. Seitdem hat das Papier knapp 15 Prozent an Wert zugelegt. Eon hatte nach neun Monaten einen Rekordverlust 9,3 Milliarden Euro verbucht.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *