Bayer-Chef sieht sich bei Monsanto-Übernahme im Plan

Bayer sieht sich bei der Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto im Zeitplan. Das Unternehmen sehe in dem geplanten Erwerb eine große Chance und gehe davon aus, diesen bis Ende 2017 abschließen zu können.

Monsanto ist bei der Herstellung von Saatgut weltweit die Nummer eins. (Foto: Flickr/Martin Abegglen/CC BY-SA 2.0)

Monsanto ist bei der Herstellung von Saatgut weltweit die Nummer eins. (Foto: Flickr/Martin Abegglen/CC BY-SA 2.0)

Bayer-Vorstandschef Werner Baumann Kritik an der Übernahme  im Gespräch mit Bild zurück: „Bis 2050 werden rund drei Milliarden Menschen mehr auf der Erde leben. Die können mit kleinbäuerlichem Anbau nicht alle ernährt werden. Mit Monsanto können wir schneller neue Produkte entwickeln, um dazu beizutragen, das Ernährungsproblem zu lösen.“ Der Kauf sei „überhaupt“ kein Risiko für Bayer. „Es geht doch darum, den Landwirten die bestmöglichen Produkte für die Sicherung ihrer Ernten zu liefern – jetzt und in Zukunft.“

Bayer hatte sich nach monatelangem Ringen im September mit Monsanto auf die Übernahme im Volumen von 66 Milliarden Dollar geeinigt. Damit steigen die Leverkusener zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut auf, so Reuters. Monsanto hat ein schlechtes Image und steht wegen aggressiver Geschäftspraktiken und seiner gentechnisch veränderten Produkte seit langem in der Kritik. Die Amerikaner sind auch Entwickler des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Umweltverbände hatten sich zu Bayers Übernahme-Plänen entsprechend kritisch geäußert.

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