Brüssel: Schulz beendet Karriere als Parlamentspräsident

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz strebt keine dritte Amtszeit an und wechselt in die Bundespolitik nach Berlin.

„Ich werde nicht eine weitere Amtszeit als Präsident des Europäischen kandidieren“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Brüssel. Er wolle auf Platz eins der nordrhein-westfälischen SPD-Landesliste bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr antreten. „Ich werde nun von der nationalen Ebene aus für das europäische Projekt kämpfen“, sagte Schulz.

Offen ließ er, ob er das Amt des Bundesaußenministers als Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier übernehmen will, wenn dieser Bundespräsident wird. Auch zu einer möglichen Kanzlerkandidatur äußerte er sich nicht.

Das EU-Parlament wählt voraussichtlich am 17. Januar einen neuen Präsidenten. Sozialdemokraten und Europäische Volkspartei im EU-Parlament hatten nach der Europawahl 2014 vereinbart, dass Schulz nur die Hälfte der Amtszeit ausübt und dann ein Mitglied der EVP übernimmt. Wen die EVP ins Rennen schickt, steht noch nicht fest.

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