Österreich: 4.000 Euro Förderung beim Kauf eines Elektroautos

Verkehrsminister Leichtfried forciert zusammen mit Umweltminister Rupprechter die Förderung von Elektromobilität

Fast fünf Monate nach dem deutschen Beschluss hat Österreichs Regierung nun auch eine Förderung für Elektrofahrzeuge auf den Weg gebracht. Mit 4.000 Euro pro Fahrzeug soll ab März des kommenden Jahres die Anschaffung eines Elektroautos oder eines Autos mit Brennstoffzelle gefördert werden. Für Hybridfahrzeuge soll eine Förderung in Höhe von 1.500 Euro veranschlagt werden. Damit soll es gelingen, zusätzlich bis zu 16.000 zusätzliche Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen.

Teil des Mobilitätspaketes ist es, nicht nur Privatpersonen zum Kauf eines Elektroautos zu bringen. Auch Vereine, Betriebskörperschaften und Betriebe sollen mit 3.000 Euro unterstützt werden. Insgesamt investierten Verkehrsministerium, Umweltministerium und Automobilimporteure nach eigenen Angaben 72 Millionen Euro in das Mobilitätspaket. Allein 48 Millionen Euro davon sollen in die reine Ankaufförderung von Autos fließen. Zusätzliche fünf Millionen werden als Prämien für Käufer von Elektro-Zweirädern und leichte E-Nutzfahrzeuge bereitgestellt.

Neben der Ankaufförderung soll auch die Ladeinfrastruktur in Österreich deutlich verbessert werden. Für öffentlich zugängliche Schnellladestationen werden 10.000 Euro bezuschusst. „Für Private steht, als Bonus zum Kauf von Elektroautos, eine Förderung von 200 Euro für die Anschaffung einer Wallbox oder eines intelligenten Ladekabels zur Verfügung“, so das Verkehrsministerium. Diese sogenannten Wallboxes bieten neben dem amerikanischen Unternehmen Tesla auch österreichische Konzerne wie Kreisel Electric an. Darüber hinaus soll der Ausbau von Ladestationen an Bahnhöfen und Autobahnen forciert werden.

„Mit unserem Paket in Höhe von 72 Millionen Euro machen wir Österreich elektrofit. Wir unterstützen mit bis zu 4.000 Euro den Kauf eines E-Autos und sorgen dafür, dass im ganzen Land ausreichend Ladestationen zur Verfügung stehen“, sagte Verkehrsminister Leichtfried bei der Vorstellung des Mobilitätspaketes. „Mit eigenen Nummerntafeln werden E-Autos auf einen Blick erkennbar sein. Damit könnten Länder, Städte und Gemeinden einfach und schnell zusätzliche Anreize schaffen.

„Damit sind wir einen wichtigen Schritt weiter in der Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens“, so Umweltminister Rupprechter. Die Elektromobilität sei neben dem automatisierten Fahren eines der großen Zukunftsthemen für die Automobilindustrie.

Weitere Vorzüge beim Kauf eines Elektroautos betreffen das Parken. Die sogenannten Null-Emissionsfahrzeuge erhalten spezielle Kennzeichen. Diese sollen es ermöglichen, den Nutzern von Elektrofahrzeugen weitere Vorteile zu bieten, ohne den administrativen Aufwand für Gemeinden und Kommunen zu sehr zu strapazieren. Mit einer Novelle der Straßenverkehrsordnung sollen Ausnahmen von Halte- und Parkverboten beim Laden von Elektrofahrzeugen geschaffen werden können.

Die 4.000 Euro entsprechen jedoch nicht allen Vorstellungen. Noch vor der Vorstellung des Mobilitätspaketes hatte Niederösterreichs Landesrat Stephan Pernkopf eine Kaufprämie in Höhe von 5.000 Euro gefordert. Zusätzlich dazu sei ein neues Ökostromgesetz notwendig. Schließlich befänden sich noch etwa 100 Windräder in der Warteschleife.

2015 lag in Österreich der Anteil alternativ betriebener PKW-Neuzulassungen (Elektro, Erdgas, bivalenter Betrieb, kombinierter Betrieb (Hybrid) und Wasserstoff (Brennstoffzelle)) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent höher. 5.901 wurden neu zugelassen (+33,1 Prozent). „Neuzulassungen mit reinem Elektroantrieb nahmen um 30,9 Prozent auf 1.677 Stück zu“, so das österreichische Statistikamt.

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  1. Pflaumenaugust sagt:

    Der nächste staatlich geförderte Ladenhüter.
    Die Menschn sind doch nicht blöd.