Volkswagen: US-Gericht verschiebt Anhörung im Agbasskandal

In der VW-Abgasaffäre hat der zuständige US-Richter Charles Breyer die Anhörung vor einem Bezirksgericht zu 3,0-Liter-Motoren vorschoben.

Fast täglich kratzen neue Nachrichten an dem Image von Volkswagen. (Foto: Flickr/Frank Behrens/CC by sa 2.0)

Fast täglich kratzen neue Nachrichten an dem Image von Volkswagen. (Foto: Flickr/Frank Behrens/CC by sa 2.0)

Sie sei vom 30. November auf den 16. Dezember verlegt worden, teilte der Richter Reuters zufolge am Dienstag mit. Die Verhandlungen zwischen dem deutschen Autobauer, den Behörden und Anwälten hielten an. Eine Verschiebung des Termins könnte zu einer Lösung führen. Es seien zwar Fortschritte gemacht worden, jedoch sei noch keine Einigung gefunden worden.

Nach monatelangen Verhandlungen hatte Volkswagen Mitte November in den USA eine weitere wichtige Hürde zur Überwindung der Abgasaffäre genommen. Der Konzern erzielte laut Insidern eine Einigung über die Reparatur und den Rückkauf von rund 80.000 Diesel-Fahrzeugen mit 3,0-Liter-Motoren der Tochter Audi. Der Kompromiss mit den US-Behörden beinhalte das Angebot zum Rückkauf von etwa 20.000 älteren Fahrzeugen und die Nachbesserung von rund 60.000 Wagen. Über einen Schadenersatz für Fahrzeugbesitzer wegen überhöhter Emissionen werde noch mit den Anwälten verhandelt. VW hatte bereits vor Monaten in den USA eine Einigung für rund 475.000 Dieselautos mit 2,0-Liter-Motor mit einer illegalen Abschalteinrichtung erzielt.

Das Gericht hatte Ende Oktober bereits grünes Licht für den milliardenschweren Vergleich der Wolfsburger mit Autobesitzern und US-Behörden gegeben. Das Paket umfasst bis zu zehn Milliarden Dollar für den Rückkauf von bis zu 475.000 Fahrzeugen mit 2,0-Liter-Dieselmotoren von VW. Zudem muss der Konzern 4,7 Milliarden Dollar in Umweltfonds einzahlen. Insgesamt kostet der Vergleich den Dax-Konzern einschließlich Händler-Entschädigungen bis zu 16,5 Milliarden Dollar. Weitere Kosten kommen für die von Audi entwickelten Sechszylinder-Motoren mit drei Litern Hubraum hinzu.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *