Trivago: Börsengang nicht so lukrativ wie erhofft

Die Hotel-Suchmaschine Trivago nimmt Insidern zufolge bei ihrem Börsengang weit weniger ein als geplant. Insgesamt beliefen sich die Erlöse auf 287 Millionen Dollar.

Die Düsseldorfer Trivago habe die Anzahl der Anteilsscheine gesenkt und zudem den Ausgabepreis mit lediglich elf Dollar je Aktie unterhalb der angepeilten Spanne von 13 bis 15 Dollar festgesetzt, berichtet Reuters. Die Papiere sollen erstmals am Freitag an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelt werden.

In dem Börsenprospekt wurde der angestrebte Erlös auf 400 Millionen Dollar beziffert, schreibt die dpa. Diesem zufolge habe Trivago in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Verlust von 57,8 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 657,4 Millionen Dollar geschrieben.

Dieses Jahr war ein schwieriges für Börsengänge. Investoren hielten sich zurück und trauten vor allem Technologiefirmen nicht viel zu. Der Aktienkurs von Trivago-Rivale Tripadvisor ist in den vergangenen Monaten stetig gefallen. Änderungen am Geschäftsmodell und langsameres Wachstum belasteten das Papier. Auch bei Trivago haben Investoren Bedenken beim Umsatzwachstum. Die Suchmaschine könnte auf zu wenige Reiseanbieter angewiesen sein.

Das 2005 in Düsseldorf gegründete Unternehmen gilt als eines der erfolgreichsten deutschen Start-ups der vergangenen zehn Jahre. Die Suchmaschine erlaubt es Nutzern, die besten Angebote von zahlreichen Buchungsportalen zu finden. Mehrheitseigner ist der amerikanische Online-Reiseanbieter Expedia, die 2012 für 477 Millionen Euro 62 Prozent an der Firma gekauft hat. Weder von Trivago noch von Expedia war zunächst eine Stellungnahme zu erhalten.

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