Die Lösung für das Reichweiten-Problem der Elektroautos

Mit der Erfindung einer neuen Art von Energiespeicher könnte der Markt der E-Mobilität revolutioniert werden.

Der Erfolg der E-Mobilität scheitert bisher an der nur geringen Reichweite der Elektrobatterien. Unternehmen wie Tesla arbeiten daher an der Möglichkeit mehr und mehr Strom speichern zu können. Doch auch die fehlende Infrastruktur von Ladesäulen ist ein wachsendes Problem.

Wissenschaftler der University of Surrey, Bristol und Augmented Optics haben nun einen gänzlich anderen Ansatz gefunden. Eine neue Art von Stromspeicherung könnte die herkömmliche E-Batterie überflüssig machen. Die Lösung ist die modifizierte Variante eines Kondensators.

Genau wie Batterien geben Kondensatoren Energie je nach Bedarf ab. Der Unterschied ist, dass letztere weniger Energie in der Masse speichern und diese nicht nach und nach, sondern vielmehr in Schüben abgeben. Für den Betrieb der Elektroautos schien sich das Verfahren daher nicht zu eignen.

Die Leistungseffizienz des geplanten Superkondensators ist jedoch enorm. Denn sie solle 1.000-10.000mal mehr an Leistung hervorbringen als eine E-Batterie, so die Wissenschaftler. Das entspräche einer reinen Fahrdauer von durchschnittlich 7 Stunden ohne Auftanken. Das Beste sei jedoch, dass das Auftanken selbst nur wenige Minuten dauern würde. Wenn das umsetzbar wäre, hätte ein Elektroauto in etwa die gleiche Leistung wie ein mit Erdgas betriebenes Fahrzeug.

Der Ansatzpunkt der Forscher ist in China zu finden, wo mit Elektroenergie betriebene Busse an jeder Haltestelle kurz Strom tanken. Der Superkondensator, so die Forscher, könne diese kurzen Tankstopps auf jeden 20.-30. Stopp ausdehnen und die Aufladezeit auf wenige Sekunden verkürzen.

Eine Hybridvariante aus Superkondensatoren und Elektrobatterien werden bereits verwendet. An der University of California ging man sogar weiter und präsentierte diese Hybride in Verbindung mit Solarmodulen als Möglichkeit, Straßenbeleuchtungen oder gar ganze Häuser in Betrieb zu halten.

Auch der Forscher Stefan Freunberger von der TU Graz nutzt die Hybride für eine ganz neue Generation von Akkus. Sie vereinen die besten Optionen beider Stromspeicherarten, so der Wissenschaftler.

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