Heimische Konjunktur steht auch 2017 vor einer Prüfung

Die Konjunkturprognosen Österreichs zeigen ein verlangsamtes Wachstum für das Jahr 2017.

„Mit den (…) Konjunkturprognosen von WIFO und IHS ist eines klar: 2017 wird ein weiteres Jahr der Prüfungen für die heimische Konjunktur sein, sowohl im kommenden Jahr als auch 2018 soll das Wirtschaftswachstum unter dem des EU-Durchschnitts liegen“, betonte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl.

Das Wachstum werde bis Mitte 2017 vor allem durch den Konsum, getrieben durch die Steuerentlastung, gefördert. Mit dem Auslaufen der Steuerreformeffekte ab Mitte 2017, dem prognostizierten Anstieg der Inflation durch steigende Rohstoffpreise und der steigenden Arbeitslosenquote trotz Beschäftigungsexpansion werde sich aber das Wirtschaftswachstum geringfügig bis 2018 verlangsamen. „Aus Sicht der Wirtschaft muss die weitere Ankurbelung der Investitionen daher das Top-Thema bleiben. Hier erwarten wir uns nach der Investitionszuwachsprämie zusätzliche Maßnahmen, die dazu führen, dass der heimische Standort wieder an Attraktivität gewinnt“, so Leitl.

Im Detail entwickelten in Österreich die Investitionen vor allem aufgrund der großen Nachfrage nach Kraftfahrzeugen eine starke Dynamik, während sich die Nachfrage nach Maschineninvestitionen angesichts der mäßigen Auslandsnachfrage nur leicht verstärkt. Von der dynamischen Fahrzeugkonjunktur profitiert die Herstellung von Waren in Österreich nur zum Teil, da die KFZ zum Großteil importiert werden oder vorrätig sind. „Wir benötigen Investitionen, die dem Standort nutzen und das sind Erneuerung- und Erweiterungsinvestitionen, die einen nachhaltigen Effekt auf Unternehmen und Konjunktur haben. Und hier gilt es, entsprechende Maßnahmen zu setzen“, so Leitl.

In Hinblick auf den Export betonte der WKÖ-Präsident, dass mit Blick auf die Ausfuhrzahlen insbesondere jene in die USA und nach Mittel- und Osteuropäischen Länder 2016 in der Entwicklung etwas gedämpft sind. Beide Destinationen sollten sich aber im kommenden Jahr besser entwickeln, so Leitl. Das größte politische Risiko im Außenhandel seien in den kommenden Monaten Tendenzen zu Marktabschottung und Handelshindernissen.

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