Verkauf von Webgeschäft: Aus Yahoo wird Altaba

Yahoo will nach dem geplanten Verkauf des Webgeschäfts an den Telekomkonzern Verizon das restliche Unternehmen in Altaba umbenennen. Chefin Marissa Mayer und weitere Manager verlassen den Internetpionier.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer konnte den Konzern nicht auf Erfolgsspur bringen. (Foto: Britta Pedersen/dpa)

Yahoo-Chefin Marissa Mayer konnte den Konzern nicht auf Erfolgsspur bringen. (Foto: Britta Pedersen/dpa)

Altaba werde vor allem aus der Beteiligung an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen, berichtet Reuters unter Berufung auf das US-Unternehmen. Zudem werde die derzeitige Konzernchefin Marissa Mayer den Verwaltungsrat nach der Übernahme verlassen. Fünf weitere Verwaltungsratsmitglieder würden ebenfalls zurücktreten. Mayer war es nicht gelungen, das von den Rivalen Google und Facebook an den Rand gedrängte Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Ein bislang beispielloser Datendiebstahl stürzte Yahoo zuletzt noch tiefer in die Krise. Nach Bekanntwerden eines massiven Hackerangriffs im vergangenen Jahr auf mindestens 500 Millionen Nutzerkonten muss das Unternehmen um die vereinbarte Milliardenübernahme durch Verizon kämpfen.

Analysten gehen zwar nicht davon aus, dass der Käufer den Deal abbläst. Es wird allerdings erwartet, dass Verizon nun einen spürbaren Preisnachlass durchsetzen will. Im Juli hatte die kriselnde Internetfirma mit Verizon die Übernahme ihres Kerngeschäfts für 4,8 Milliarden Dollar vereinbart.

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