Auslands-Nachfrage verleiht Maschinenbauern Rückenwind

Nach der Berg- und Talfahrt der vergangenen Monate hat die anziehende Nachfrage aus den Nachbarländern den deutschen Maschinenbauern zum Jahresende Schwung verliehen. Der Fachverband VDMA sieht die Branche auf einem guten Weg, die Jahresprognose zu erreichen.

In den ersten elf Monaten sei die Produktion leicht um 0,1 Prozent gestiegen, so Reuters unter Berufung auf den VDMA. „Die bereits im Hebst 2015 aufgestellte Prognose einer Stagnation in 2016 bleibt daher auch weiterhin realistisch,“ sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Im laufenden Jahr streben die heimischen Maschinenbauer ein Produktionsplus von einem Prozent an.

2015 lag das Produktionsvolumen bei rund 200 Milliarden Euro. Sanktionen in Russland und die maue Konjunktur in den Schwellenländern machen dem als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltenden Industriezweig mit gut einer Million Beschäftigten zu schaffen.

Im November stiegen die Bestellungen um fünf Prozent. Während die Inlandsnachfrage um drei Prozent zulegte, kletterte der Auftragseingang aus dem Ausland um fünf Prozent. Dabei erreichte das Plus aus den Euro-Partnerländern sieben Prozent. „Dieser Anstieg kommt keineswegs überraschend, denn seit August 2016 zieht der Einkaufsmanagerindex der Eurozone wieder an“, betonte Wortmann. Das Plus sei „ein erster Reflex auf die kräftige Erholung dieses Geschäftsklimaindikators.“

In dem von Schwankungen weniger beeinflussten Drei-Monats-Vergleich zwischen September und November sank der Auftragseingang um zwei Prozent; Die Aufträge aus dem Inland legten um zwei Prozent zu, die Bestellungen aus dem Ausland fielen dagegen um vier Prozent.

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