Bahn-Konkurrent Locomore schränkt Fahrten ein

Nur einen Monat nach Betriebsstart muss der neue Fernzug-Anbieter auf dem deutschen Schienennetz seine Fahrten einschränken. Als Grund nannte das Unternehmen Probleme wie defekte Toiletten, Mängel beim Internet-Zugang per WLAN sowie Fehler bei der Ticketbuchung.

Der eine Zug, mit dem das Unternehmen Locomore seit Mitte Dezember täglich zwischen Stuttgart und Berlin unterwegs ist, wird vom 23. Januar bis 6. April nur noch an vier Tagen in der Woche fahren, berichtet die dpa. Die betriebsfreien Tage würden für eine intensive Wartung genutzt.

In den ersten vier Wochen fuhren nach Angaben des Unternehmen 25 000 Reisende mit dem Zug. Locomore hatte vor Betriebsbeginn mit etwa 1000 Fahrgästen pro Tag gerechnet.

Die Berliner Morgenpost kommentierte den Start Mitte Dezember wie folgt:

„Den Bahnkunden ist zu wünschen, dass das Locomore-Team einen möglichst langen Atem hat. Denn Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft, sie trägt auch zu einer besseren Qualität bei allen Anbietern bei. Sicher: Mit modernisierten Bundesbahn-Wagen aus den 70er-Jahren kann Locomore in Sachen Technik nicht mit dem ICE der neuesten Generation mithalten. Doch werden in dem Zug auch Ideen umgesetzt, von denen auch die große Bahn lernen kann. Dazu gehören etwa die Spielbereiche, die es auch Familien mit Kindern leichter machen, sich auf eine längere Reise zu begeben. Auch der flexible Bordservice, der Getränke und Snacks nicht nur den Passagieren der ersten Klasse an den Platz bringt, könnte Bahnreisen attraktiver machen. Davon hätte dann auch der zuletzt von mancher Negativschlagzeile gebeutelte Branchenprimus etwas.“

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