KfW: Mittelstand ist auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen

Deutschlands Mittelständler profitieren einer Studie zufolge von der Zuwanderung. Drei von vier mittelständischen Unternehmen beschäftigen ausländische Mitarbeiter.

Der Großteil der ausländischen Mitarbeiter stammt einer Untersuchung der staatseigenen Förderbank KfW zufolge aus EU-Ländern. Etwa 250 000 Flüchtlinge fanden in den vergangenen fünf Jahren eine Beschäftigung bei kleineren und mittleren Firmen – meist als Auszubildende, Praktikanten oder Aushilfen. Arbeitsverträge für Fachkräfte waren dagegen deutlich seltener (etwa 49 000), so die dpa.

Die Integration von Geflüchteten in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt sei eine zentrale Herausforderung der kommenden Jahre, erläuterte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner laut Mitteilung.

Grundsätzlich braucht Deutschland der KfW zufolge wegen des knapper werdenden Arbeitskräfteangebots Beschäftigte aus anderen Ländern: „Deutschland profitiert seit Jahrzehnten von der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und ist auch in Zukunft darauf angewiesen, denn der demografische Ausblick ist ungünstig.“

Bis zum Jahr 2021 plant rund die Hälfte aller Mittelständler, gezielt ausländische Mitarbeiter zu rekrutieren, wie aus der Studie auf Basis des KfW-Mittelstandspanels hervorgeht. „Der Rückzug in den Nationalstaat würde also vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen treffen, die keine Ausweichmöglichkeiten für ihre Produktion haben“, warnte Zeuner.

Aktuell sind mehr als 3 Millionen Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Besonders häufig werden sie im Handel eingestellt.

Kommentare

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  1. Bilderbieger sagt:

    Bei 2,7 Mio Arbeitslosen ( lt. Statistik ) sollte der Satz geaendert werden in:

    Deutschland profitiert seit Jahrzehnten von der Zuwanderung

    preiswerter meist unqualifizierter Arbeitskräfte

    und ist auch in Zukunft darauf angewiesen, denn der demografische Ausblick ist ungünstig

  2. Slackstick sagt:

    Deutschland braucht höhere Löhne und nicht noch mehr Lohnwettbewerb um einen noch größeren Außenhandelsüberschuss (der ja woanders mit negativem Vorzeichen anfällt) zu erreichen.

  3. Josef Schreiber sagt:

    Die Masse der sog. Flüchtlinge sind den Anforderungen einer modernen Industriegesellschaft nicht gewachsen! Die voraussehbaren Kosten für Qualifizierungen und Integrationsbemühungen stellen alle positiven Zukunftsprognosen in den Schatten. Wer das Gegenteil behauptet führt entweder Böses im Schilde oder ist ein Gutmensch! Die glauben eh an alles was gut sein soll!! Die Masseneinwanderung wird auf Dauer das soziale Netz überstrapazieren und die soziale Stabilität des Landes unterminieren!
    Wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Blindheit!

    • hingucker sagt:

      Genau richtig. Ich hatte 35 J. ein kl. Untenehmen und hatte es 2x versucht – leider ohne Erfolg. „….von der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte….“ d a s ist das Geheimnis. Es wird sich darum so entwickeln, wie Sie geschrieben haben.