American Express verdient deutlich weniger

American Express hat im vierten Quartal deutliche Abstriche machen müssen. Der Überschuss ging verglichen mit dem Vorjahreswert um acht Prozent auf 825 Millionen Dollar zurück.

Die Erträge sanken um vier Prozent auf 8,0 Milliarden Dollar, berichtet die dpa. Die Geschäfte litten unter dem starkem Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung schmälert.

Zudem muss Konzernchef Kenneth Chenault das Kunststück meistern, gleichzeitig auf die Kostenbremse zu treten und sich im harten Wettkampf mit den Rivalen Visa und Mastercard zu behaupten. Auch rasant wachsende Online-Bezahldienste wie Paypal und diverse Apps machen dem Branchenurgestein zu schaffen. Chenault hält mit einer Marketing-Offensive dagegen, doch das geht ins Geld.

Analysten hatten mit einem höheren Quartalsergebnis gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um gut ein Prozent. American Express ist neben Visa und Mastercard einer der drei großen Kreditkarten-Anbieter weltweit. Im Unterschied zu den Konkurrenten vergibt das Unternehmen auch den eigentlichen Kredit und verdient so nicht nur an Gebühren, sondern auch an Zinseinkünften.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr sanken die Erträge um zwei Prozent auf 32,1 Milliarden Dollar. Den Gewinn konnte American Express dennoch um fünf Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar ausbauen. Vorstandschef Chenault zeigte sich zufrieden und sprach von bedeutenden Fortschritten. So konnten etwa die Kosten um vier Prozent auf 22,0 Milliarden Dollar abgebaut werden.

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