Warren Buffet übernimmt Krefelder Mittelständler

Der US-Milliardär Warren Buffet geht in Deutschland auf Einkaufstour. Eine Tochter seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway übernimmt den Krefelder Hersteller für Rohrzubehörteile Wilhelm Schulz GmbH.

Der Chef des zum Buffett-Imperium gehörenden Metallkomponenten-Spezialisten Precision Castparts Corpoation (PCC), Mark Donegan, sagte dem Handelsblatt, sein Unternehmen habe eine Vereinbarung zum Kauf des Krefelder Unternehmens ausgehandelt.

Das Übernahmevorhaben wurde bereits vor einer Woche beim Bundeskartellamt angemeldet, wie die Wettbewerbsbehörde auf ihrer Homepage informiert, so die dpa.

Wie die Rheinische Post berichtet, habe Geschäftsführer Wolfgang Schulz die Kaufvereinbarung bestätigt. Er sei froh, dass die von Buffett dominierte Investmentgruppe Berk-shire Hathaway künftiger Eigentümer des Unternehmens mit insgesamt rund 450 Arbeitsplätzen ist, heißt es. „Wir gehen nun von neuem Wachstum aus, das ist gut für die Belegschaft“, so Schulz. Und auch die Gewerkschaften begrüßten der Zeitung zufolge den Kauf. „Berkshire Hathaway hat ja einen Ruf als langfristig denkender Investor“, zitiert sie Ralf Köpke, Vorsitzender des DGB in Krefeld. „Hoffen wir mal, dass da nun auch wirklich viel investiert wird.“

Kommentare

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  1. Plato sagt:

    Jeder Euro, der in Deutschland von in-und ausländischen Investoren investiert wird, ist ein guter Euro. Die Mär vom Ausverkauf entspricht nicht er erfahrenen Realität. Im Gegenteil: Die Zahlung des Kaufpreises verpflichtet zur Weiterinvestition, ansonsten ist er abzuschreiben. Das wäre ökonomisch unvernünftig.

  2. HuWe sagt:

    Das deutsche Steuerrecht höhlt den Mittelstand (Firmen und Bürger) zusehends aus, nun können externe auf Einkaufstour gehen und sich günstig Technologie/Patente/Know-How einkaufen.