Schwein, Rind, Geflügel: Schlachthöfe mit Rekordproduktion

Deutschlands Schlachthöfe haben im vergangenen Jahr so viel Fleisch produziert wie noch nie. Mit 8,25 Millionen Tonnen wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahr (8,24 Mio Tonnen) nochmals leicht übertroffen.

Binnen Jahresfrist nahm die Menge nach vorläufigen Zahlen um 4500 Tonnen zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Wie in den Vorjahren stellten die Betriebe vor allem Scheinefleisch her, berichtet die dpa: Zwar wurden mit knapp 59,3 Millionen 63 400 weniger Schweine getötet als ein Jahr zuvor. Weil die Tiere jedoch im Durchschnitt ein höheres Gewicht hatten, nahm die Schweinefleischmenge zum Vorjahr um etwa 1000 Tonnen auf rund 5,57 Millionen Tonnen zu.

Genau umgekehrt war es bei Rindern: Von ihnen wurden mit fast 3,6 Millionen Tieren 16 400 mehr in gewerblichen Unternehmen geschlachtet als ein Jahr zuvor. Dennoch sank wegen des geringeren durchschnittlichen Gewichts die Schlachtmenge um 1800 Tonnen auf gut 1,13 Millionen Tonnen. Bei Geflügel legte die Produktion wieder zu: 1,53 Millionen Tonnen waren 4900 Tonnen mehr als im Jahr 2015.

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  1. HuWe sagt:

    Dazu die WDR-Reportage „Könnies kämpft“, Thema: Gülle, Nitrat, Umwelt anschauen.

    Es gibt wenige Gewinner:
    Steuereinnahmen, also der Staat.
    Hochwertige Exportware günstigst produziert, also Gewinne für die Exporteure wie Westfleisch, Tönnies und Co.

    und viele Verlierer:
    der Landwirt, der immer mehr Tiere halten muss um ein Auskommen zu haben;
    dadurch immer mehr Massentierhaltung weg von der Landwirtschaft hin zur industriellen Produktion, also ohne Land und ohne Umfeld
    dadurch immer mehr punktuelle anfallende Gülle
    dadurch immer mehr Probleme mit Umweltfaktoren und Verschlechterung der Lebensqualität der Bevölkerung