Mehrwertsteuererhöhung brachte Staat 275 Milliarden Euro

Die Mehrwertsteuererhöhung vor zehn Jahren brachte dem Staat Mehreinnahmen von 275 Milliarden Euro ein. Doch sie belastet gerade die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen.

Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Mehrwert- oder Umsatzsteuer war zum 1. Januar 2007 von 16 auf 19 Prozent angehoben worden.

Nach Schätzungen des Ministeriums hätten sich die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer bei einem Regelsatz von 16 Prozent auf 1,639 Milliarden Euro belaufen. Tatsächlich wurden 1,914 Milliarden Euro eingenommen.

Die Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte, die Mehrwertsteuer belaste gerade die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen. „Damit wurden die Steuersenkungen für Spitzenverdiener und Unternehmen ausgeglichen“, sagte Zimmermann. Künftig müssten hohe Einkommen und Vermögen wieder stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen werden.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. HuWe sagt:

    Eben. Die Mwst-. ein Baustein der Umverteilung von fleissig nach ….. Dabei spricht man doch immer von Gerechtigkeit wenn es um Mwst. geht.