Optimistischer Mittelstand: DIHK hebt Wachstumsprognose an

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hebt trotz außenpolitischer Risiken seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr an. Der Verband ist damit etwas optimistischer als die Bundesregierung.

Der Spitzenverband des Mittelstandes geht laut dpa nun von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6 Prozent aus – im vergangenen Oktober hatte der DIHK nur mit 1,2 Prozent kalkuliert. «Die Geschäftslage der Unternehmen ist besser als gedacht», sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Mittwoch in Berlin.

Der DIHK ist damit etwas optimistischer als die Bundesregierung. 2016 hatte die deutsche Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent zugelegt. Der Arbeitsmarkt bleibe robust und sorge für Rekordbeschäftigung. So soll die Zahl der Erwerbstätigen um 350 000 steigen. Angetrieben werde der Aufschwung vor allem von der Industrie mit einem anziehenden Export und von der Bauwirtschaft.

Mögliche Schäden für die deutsche Wirtschaft als Folge der Ankündigungen einer Abschottungspolitik durch den neuen US-Präsidenten Donald Trump sind für die deutschen Firmen noch blanke Theorie. „Das Thema ist schon in der gefühlten Welt, nicht aber in den Auftragsbüchern der Unternehmen, präsent“, zitiert Reuters Wansleben. Das führe zu einer insgesamt besseren Geschäftslage und optimistischeren Erwartungen der deutschen Unternehmen.

Anders sehe es in Hinblick auf den anstehenden Brexit aus. „Der Handel mit dem Vereinigten Königreich hat bereits einen deutlichen Dämpfer erhalten“, sagte Wansleben. Er sei 2016 um insgesamt drei Prozent abgesackt. Zudem sorgten wachsende Wechselkukrsrisiken sowie Gefahren für den EU-Binnenmarkt die Firmen.

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