Warnstreik legt Berliner Airports lahm

Ein Warnstreik des Bodenpersonals hat am Mittwochmorgen zu erheblichen Einschränkungen an den Berliner Flughäfen geführt. In Stuttgart und Hamburg wird ebenfalls gestreikt.

In Tegel würden am Vormittag 134 Flüge ausfallen, in Schönefeld weitere 22, sagte ein Sprecher der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH der Nachrichtenagentur Reuters. Auch nach dem von der Gewerkschaft Verdi für 11.00 Uhr angekündigten Streikende sei mit Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen. In Stuttgart und Hamburg wird ebenfalls gestreikt. Auch dort kommt es nach Gewerkschaftsangaben zu starken Beeinträchtigungen bis hin zu Flugausfällen.

Laut Verdi folgten die meisten der 2000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste in Berlin dem Aufruf, zwischen 5.00 Uhr und 11.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Der Gewerkschaft will damit ihren Forderungen im Tarifstreit mit den Arbeitgebern Nachdruck verleihen.

Sie fordert für die Beschäftigten – die etwa in der Be- und Entladung, dem Check-in oder dem Einwinken von Flugzeugen arbeiten – eine Erhöhung der Stundenlöhne von derzeit etwa elf auf zwölf Euro. Zudem sollen die Beschäftigten bessere Aufstiegsmöglichkeiten erhalten. „Die Beschäftigten in den Bodenverkehrsdiensten leisten täglich harte und sicherheitsrelevante Arbeit im Schichtdienst, in einem risikoreichen Umfeld“, sagte Verdi-Bundesvorstand Christine Behle. „Dennoch wird diese Arbeit nicht angemessen entlohnt, hier muss sehr stark nachgebessert werden.“

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