Danone speckt ab: Eine Milliarde Kosten müssen runter

Der französische Lebensmittel-Konzern Danone hat sich ein weiteres Sparprogramm auferlegt. Das eingesparte Geld soll in Wachstumsprojekte fließen.

Weil die Trendwende im europäischen Geschäft mit Milchprodukten zu lange auf sich warten lasse und auch in China mit Gegenwind zu rechnen sei, müssten die Kosten in den nächsten drei Jahren um eine Milliarde Euro gesenkt werden, teilte der Hersteller von Activia-Joghurt, Evian-Wasser und Bledina-Babynahrung am Mittwoch mit, so Reuters.

Im vergangenen Jahr schwächte sich das Umsatzplus von zuvor 4,4 auf 2,9 Prozent ab. Mit knapp 22 Milliarden Euro lagen die Erlöse aber im Rahmen der Analystenerwartungen.

Vor allem das Spanien-Geschäft bremste das Umsatzwachstum des weltgrößten Joghurt-Herstellers. Auf dem chinesischen Markt belastete zudem die schwächelnde Nachfrage nach Babynahrung. Bereits zum Jahresende hatte Danone gewarnt, dass das ursprünglich angepeilte Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent verfehlt würde.

Neue Ziele wollen die Franzosen nun erst aufstellen, wenn die zehn Milliarden Dollar schwere Übernahme der US-Gesellschaft WhiteWave verdaut ist. Investoren zeigten sich enttäuscht. Danone-Aktien lagen in Paris rund ein Prozent im Minus.

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