Marktforscher: Trump trübt deutsche Verbraucherstimmung

Steigende Preise und protektionistische Töne aus den USA belasten einer Umfrage zufolge das Konsumklima in Deutschland.

Die Marktforscher der Nürnberger GfK sagen für März eine Eintrübung ihres Stimmungsbarometers um 0,2 auf 10,0 Punkte voraus, berichtet Reuters. Dies ist der erste Rückgang nach zuletzt drei Anstiegen. „Der Regierungswechsel in den USA und die zuletzt deutlich gestiegene Inflation haben der überaus guten Konsumstimmung im Februar einen Dämpfer versetzt“, sagte Gfk-Experte Rolf Bürkl zu der am Donnerstag vorgelegten monatlichen Befragung unter rund 2000 Bürgern im Auftrag der EU-Kommission: Die Neigung, teure Güter wie Möbel oder Autos zu kaufen, ging ebenso zurück wie die Erwartungen an die eigenen Finanzen.

„Offenbar sorgt die Politik des neuen US-Präsidenten für Verunsicherung und leichte Konjunktursorgen bei den Konsumenten“, sagte Bürkl. Die Pläne der US-Regierung, den US-Markt abzuschotten, lasse vor allem bei Beschäftigten stark exportorientierter Industrien Zweifel an der Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes aufkommen. Das Münchner Ifo-Institut hat in seiner Umfrage zum Geschäftsklima bei Unternehmen allerdings keinen negativen „Trump-Effekt“ feststellen können.

Als Stimmungsbremse für die Verbraucher erwies sich laut GfK auch die anziehende Inflation, die zuletzt auf 1,9 Prozent nach oben geschnellt ist. Gestiegene Preise für Öl und Nahrungsmittel sorgen dafür, dass die Bürger weniger Geld für andere Ausgaben in der Tasche haben. Das GfK-Konsumklima bezieht sich auf die gesamten privaten Verbraucherausgaben. Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent aus. Der Rest betrifft Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie den Wellness-Bereich.

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  1. WiWi sagt:

    Trump Effekt = Schwachsinn. Inflations Effekt= 100%. Meine Mietsteigerung 20%= 60 Euro nicht mehr für Kosum zur Verfügung stehendes Einkommen. Nächste Erhöhung nochmals 20%, aber auf die nun höhere Basis von 360 Euro = nochmals 72 Euro nicht mehr für Konsum zur Verfügung stehendes Einkommen. Dass heißt in nur 2 Jahren – erhöhung vor und am Ende der zwei Jahresfrist führen zu einem Kaufkraftverlust/Monat von insgesamt 132/Monat. Bei den heutigen lächerlich Einkommen ist der Anteil der Miete am Einkommen auf über 60% gestiegen: Tendenz weiter steigen.