Schlechte digitale Weiterbildung in den Unternehmen

Industrie 4.0 und die Digitalisierung weiterer Branchen macht eine digitale Weiterbildung der Mitarbeiter unentbehrlich.

Diese sogenannten Digital Skills, über die Mitarbeiter verfügen müssen, werden aber nicht in ausreichendem Maße und mit angemessener Qualität als Weiterbildung bei den Unternehmen selbst angeboten. Der sichere Umgang mit dem Internet wird von 91 Prozent der Befragten als wichtig bis äußerst wichtig eingeschätzt – dicht gefolgt von berufsrelevanten Software-Programmen (90 Prozent) sowie Sicherheitsrichtlinien für IT (88 Prozent). Zudem sollten Mitarbeiter im Alltag diverse IT-Tools nutzen können, um den Arbeitsfluss effizient zu gestalten. Diese Erwartungshaltung trifft sowohl auf Mitarbeiter der Führungsebene als auch auf Fachkräfte zu.

„Arbeit 4.0 bringt neue Anforderungen mit sich, denn die Menschen arbeiten immer vernetzter, Abläufe werden automatisierter und neue Technologien gehören zur täglichen Arbeitspraxis. Dies wirkt sich auch auf die betriebliche Weiterbildung aus“, so Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der Studiengemeinschaft Darmstadt SGD. Im Auftrag der SGD wurde die aktuelle TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2017“ durchgeführt.

Demnach geben 74 Prozent der befragten Personaler an, dass durch die Digitalisierung der Weiterbildungsbedarf stark bis äußerst stark steigt. In mittleren Unternehmen mit zehn bis 499 Mitarbeitern gehen 84 Prozent der Zuständigen von einem stark bis äußerst stark wachsenden Fortbildungsbedarf aus. In kleinen Unternehmen (ein bis neun Mitarbeiter) sind es 60 Prozent, in größeren Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sogar 92 Prozent.

Die aktuelle Studie zeigt, dass die Unternehmen ihre Fortbildungsmaßnahmen derzeit vor allem auf den Bereich Software-Programme fokussieren. 70 Prozent der Unternehmen bieten hierfür Schulungen an. Sicherheitslinien für IT werden in 59 Prozent, der sichere Umgang mit Kommunikations-Tools in 58 Prozent und der sichere Umgang mit dem Internet in 55 Prozent der Unternehmen geschult. Mehr als die Hälfte der Unternehmen fördern zudem durch Schulungen den Umgang mit Tools zur Selbstorganisation (54 Prozent). Bei einigen Ergebnissen zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den geforderten Digital Skills und dem aktuellen Schulungsangebot.

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  1. Rolf Engers sagt:

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gabriel-Deutschland-bei-Digitalisierung-wie-ein-Entwicklungsland-3639900.html

    bald sind wir durchgehend ein Entwicklungsland- genau da wo man uns haben will….