Cleantech belebt Schweizer Arbeitsmarkt

Die Branche der Sauberen Technologien, Cleantech, gewinnt in der Schweiz immer stärker an Bedeutung.

So arbeiten mittlerweile 270.000 Menschen in der Branche (5,5 Prozent). Damit ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich in den vergangenen fünf Jahren um 25 Prozent gestiegen. Der Beitrag der Branche zum Bruttoinlandsprodukt liegt mit 23 Milliarden Euro bei 4,2 Prozent, wie der aktuelle Swiss Cleantech Report zeigt.

Cleantech findet sich mittlerweile in vielen Bereichen. Dabei geht es beispielsweise um nachhaltiges Ressourcenmanagement, effiziente Energiesysteme, nachhaltige Mobilität oder auch erneuerbare Materialien. Bekannte Cleantech-Unternehmen aus dem Kanton Zürich sind etwa die Axpo Kompogas AG, die Hexis Ag und die Sika Schweiz AG. „Cleantech stellt für die Städte Zürich und Winterthur und den Kanton Zürich einen volkwirtschaftlich bedeutsamen Markt dar. Auf Basis der Zahlen für das Jahr 2013 wird geschätzt, dass im Kanton Zürich jährlich eine Bruttowertschöpfung von 12,2 Milliarden Schweizer Franken mit Produkten und Dienstleistungen für Cleantech-Märkte generiert wird“, heißt es im Cleantech-Bericht 2016 vom Statistischen Amt des Kanton Zürich. Dies entspreche zehn Prozent der kantonalen Bruttowertschöpfung.

Gerade im Cleantech-Bereich finden sich gute Chancen für Mittelständler. „Derzeit wird Cleantech im Kanton Zürich jedoch noch stark durch kleine und mittlere Unternehmen KMU geprägt. So zählen nahezu 90 Prozent der Cleantech-Unternehmen nicht mehr als 250 Beschäftigte (in VZÄ).“ Die künftigen Wachstumspotenziale würden entsprechend insbesondere für wissensintensive Cleantech-Dienstleistungen sowie für technologieintensiv produzierende KMU erwartet.

Saubere Technologien sind der nächste grosse Wachstumsmarkt, so Eric Plan von CleantechAlps, im Gespräch mit der Handelszeitung. „Und die Schweiz ist in der Pole Position.“ Die Herausforderung werde allerdings sein, aus den vielen Schweizer Innovationen marktreife Produkte zu machen, die auch im Ausland verkauft würden. „Ausserhalb der Schweiz ist häufig noch nicht bekannt, dass die Schweiz innovativ ist.“

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