Deutsche Digitalunternehmen wollen mehr neue Jobs schaffen

Deutsche Digital- und Telekommunikationsunternehmen werden in diesem Jahr nach eigener Einschätzung rund 21.000 neue Jobs schaffen.

Das entspreche in etwa einem Plus von zwei Prozent auf voraussichtlich 1,051 Millionen Arbeitsplätze, teilte der Branchenverband Bitkom am Dienstag in Berlin unter Verweis auf eigene Berechnungen mit. Der Sektor wachse insgesamt stabil.

Wachstumstreiber seien insbesondere Softwareunternehmen und IT-Dienstleister, erklärte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. Diese entwickelten sich am dynamischsten. Insgesamt erwartet der Verband für 2017 eine Umsatzsteigerung von 1,3 Prozent auf 161,4 Milliarden Euro.

Die Digitalisierung sei inzwischen in allen Wirtschaftsbereichen angekommen und treibe die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen und Softwareentwicklungen. Die Marktentwicklung im Bereich Telekommunikation sei dagegen leicht rückläufig, bei Unterhaltungselektronik stabilisiere sich der Markt nach einem deutlich Rückgang im Vorjahr 2016 wieder. Bitkom vertritt die Belange der deutschen Telekom-, Elektronik-, Computer- und Digitalindustrie.

Bitkom warnte zugleich vor einem zunehmenden IT-Fachkräftemangel. Einer eigenen Studie zufolge habe es Ende vergangenen Jahres bereits 51.000 offene Stellen gegeben, betonte der Verband. Das entspreche einem Anstieg um 19 Prozent binnen eines Jahres. Er forderte mehr für den Zuzug ausländischer Experten sowie die Vermittlung von Digitalkompetenz in Schulen zu tun. Informatik sollte demnach ab Klasse Fünf zum Pflichtschulfach werden.

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