Ölpreis fördert Wachstum der Chemiebranche

Der steigende Ölpreis sorgt für etwas mehr Zuversicht in der deutschen Chemieindustrie.

Der Branchenumsatz werde in diesem Jahr um 1,5 Prozent auf 185,7 Milliarden Euro zulegen und könne so zumindest einen Teil der Verluste aus dem Vorjahr wettmachen, teilte der Branchenverband VCI am Donnerstag mit. Anfang Dezember hatte der VCI für 2017 noch ein Umsatzplus von einem Prozent prognostiziert. Seitdem hat sich der Preis für die richtungweisende Ölsorte Brent aus der Nordsee um knapp zehn Prozent auf gut 55 Dollar je Barrel (159 Liter) verteuert. Die Preise für Chemikalien und Pharmazeutika würden sich daher um ein (bislang 0,5) Prozent verteuern. Die Produktion werde aber unverändert nur um 0,5 Prozent steigen.

Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres hat sich das Chemiegeschäft nach Angaben des VCI ein wenig aufgehellt. Wachstumsimpulse seien aus Asien und Nordamerika gekommen, während das Inlandsgeschäft noch nicht in Schwung gekommen sei. Im vierten Quartal sei die Chemieproduktion in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent gestiegen, der Umsatz habe bei gut 43 Milliarden stagniert. Die Erzeugerpreise hätten sich im Vergleich zum Vorquartal zwar um 0,5 Prozent erhöht, seien aber immer noch 0,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. 2016 sei der Branchenumsatz um drei Prozent auf 183 Milliarden Euro gesunken.

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  1. Volker K. sagt:

    Weshalb die Verteuerung eines Rohstoffes das Wachstum befördert erschließt sich mir nicht. Die Produkte der Hersteller werden dann für den Endverbraucher eben teurer.

    Wenn die Russen in 1-3 Jahren die Preise für Öl- und Gas anziehen, dann sollten sie
    mal sehen, wie alle hier im Lande jubeln!