Deutsche Arbeitskosten 2016 erneut gestiegen

In Deutschland sind die Arbeitskosten pro Stunde im vergangenen Jahr leicht gestiegen.

Arbeit verteuert sich in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern überdurchschnittlich. 2016 zogen die Kosten je Stunde um durchschnittlich 2,5 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. 2015 hatte es ein Plus von 2,8 Prozent gegeben, 2014 von 2,0 Prozent. Diesmal stiegen vor allem die Lohnnebenkosten – von der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall über Aufwendungen zur betrieblichen Altersvorsorge bis hin zu Fortbildungsmaßnahmen. Sie nahmen um 3,4 Prozent zu. Die Bruttolöhne als zweiter Bestandteil erhöhten sich um 2,3 Prozent.

Im EU-Schnitt verteuerte sich Arbeit im dritten Quartal 2016 – Angaben für das gesamte Jahr liegen noch nicht vor – dagegen nur um durchschnittlich 1,9 Prozent. In der Euro-Zone fiel das Plus mit 1,5 Prozent noch etwas geringer aus. Die höchsten Wachstumsraten wiesen Rumänien (+14,7 Prozent), Tschechien (+9,0) und Bulgarien (+8,4) auf. In Kroatien (–5,5), Malta (–2,1) und Italien (-0,5) sanken die Arbeitskosten dagegen. Im benachbarten Frankreich legten sie mit 1,4 Prozent schwächer zu als in Deutschland.

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  1. Peter Herrmann sagt:

    Ein reiner Arbeitskostenvergleich über Stundenlöhne, ohne Berücksichtigung von Produktivität, Infrastruktur und Spezialisierung, ist so sinnlos wie anhand der Niederschlagsmengen in den Sommermonaten darüber zu urteilen ob der Sommer schön war. Dazu bräuchte man nämlich Temperaturen, Sonnenscheindauer etc.