Berliner Flughäfen: Verdi verlängert Streik bis Mittwochmorgen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verlängert den Streik an den Berliner Flughäfen. Die Streikleitung habe beschlossen, die Arbeitsniederlegungen auch am Dienstag ganztägig fortzusetzen, teilte Verdi am Montag in Berlin mit. Der Streik ende am Mittwochmorgen mit Beginn der Frühschichten um 05.00 Uhr.

Flugreisende müssen sich zum Wochenstart wieder auf erhebliche Behinderungen in Berlin einstellen, berichtet Reuters. Verdi rief die mehr als 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals an den Flughäfen Tegel und Schönefeld zu einem Streik am Montag auf. Die Arbeitgeber hätten noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft am Sonntag mit. Der Ausstand werde mit den Frühschichten gegen 04.00 Uhr beginnen und am frühen Dienstagmorgen gegen 05.00 Uhr enden. Es sei erneut mit starken Beeinträchtigungen zu rechnen.

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH teilte am Sonntagabend mit, dass an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel am Montag „nahezu alle Flüge ausfallen“. In Berlin-Schönefeld würden 194 und in Berlin-Tegel 448 Flüge gestrichen. Diese Zahlen könnten allerdings noch steigen.

Bei der Lufthansa werden einem Unternehmenssprecher zufolge alle Flüge ausfallen, die von der Hauptstadt nach München und Frankfurt gehen sollen und umgekehrt. Erst am Freitag waren wegen eines Streiks des Bodenpersonals während der Reise-Messe ITB an den Berliner Flughäfen insgesamt rund 670 und damit fast alle Flüge ausgefallen.

Die Arbeitgeberseite verurteilte den neuerlichen Aufruf von Verdi: „Streik ist und bleibt der Weg der Konfrontation, der zu keinen Ergebnissen geführt hat und auch in Zukunft nicht zu einer Lösung beitragen wird“, sagte ein Sprecher in Berlin.

Verdi fordert für die Mitarbeiter des Bodenpersonals eine Erhöhung des Stundenlohns um einen Euro auf zwölf Euro und einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von einem Jahr. Die Arbeitgeberseite bietet etwa zehn Cent mehr Geld in der Stunde über vier Jahre.

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